Willkommen beim NABU Leopoldshöhe

 

Für Mensch und Natur

 

Die NABU-Gruppe Leopoldshöhe möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen.

Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln - gerne durch Ihre Mithilfe, Ihre Unterstützung oder Ihre Anregungen.

 

 

NABU Lippe - Gabentipp

 

Keine Haustiere als Weihnachtsgeschenk!

 

Ein Haustier steht bei vielen Kindern ganz oben auf dem Wunschzettel. Doch die Entscheidung für ein Tier sollte keinesfalls spontan, sondern wohlüberlegt sein, so Bernd Milde, Vorsitzender des NABU Lippe.
Glückliche Kinderaugen bei einem tierischen Geschenk unter dem Weihnachtsbaum sind oft leider nur von kurzer Dauer, gibt er zu bedenken.

Als Weihnachtsgeschenk ist ein Tier denkbar ungeeignet – denn nach der Freude an Heiligabend lässt die Lust auf die anspruchsvolle Haltung schnell nach. Schließlich handelt es sich um ein Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen.

Gerade Katzen und Hunde werden nach den Feiertagen wieder abgegeben und landen in den Tierheimen. Die großen Vierbeiner sind anspruchsvoller und vor allem teurer als zum Beispiel ein Kaninchen oder Hamster. Immer wieder kommt es nach den Feiertagen zu wahren Rückgabewellen.

Nicht selten werden schon bald nach dem Erwerb viele der zwei- oder vierbeinigen Geschenke zur Belastung für den Familienfrieden. Spätestens vor dem nächsten Sommerurlaub finden sich dann unzählige Tiere auf der Straße, im nächsten Tümpel oder Gebüsch wieder, landen im Tierasyl oder sogar im Müll. Während „klassische Haustiere“ wie Hunde und Katzen mit etwas Glück ins nächste Tierheim gelangen, werden zahlreiche Wildtierarten oder deren Nachzuchten zunehmend in die freie Natur „entsorgt“.

Haustiere brauchen viel Zuwendung
Die Entscheidung für ein Haustier sollte in aller Ruhe getroffen werden. Dazu gehört das Abwägen, wie die Familie dem neuen Tier gerecht werden kann. Kann dem Tier dauerhaft genügend Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet werden? Wer übernimmt welche Aufgaben und wer sorgt für das Tier, wenn Urlaub ansteht? Außerdem muss abgeklärt sein, ob ein Familienmitglied unter einer Tierhaarallergie leidet. Auch die Unterhaltskosten sollten kalkuliert werden. Bei größeren Tieren, also auch bei Hunden und Katzen, muss der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden.

Natürlich müssen sich vor allem die Eltern über die Konsequenzen im Klaren sein. Zwar können Kinder durch ein Tier lernen, Verantwortung zu übernehmen, doch die Hauptlast haben die Eltern. Zudem gilt es, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, an dem das Tier ins Haus kommen soll: Es muss sich erst an die neue Umgebung gewöhnen. Dafür sollte man sich ein paar Tage Zeit nehmen, in denen nicht allzu viel los ist.

Gefährlicher Trend: Entsorgung von tierischen Geschenken in die freie Natur

Nur selten haben ausgesetzte Laubfrösche, Zornnattern oder Zebrafinken und Kanarienvögel aus der Mittelmeer-Region eine echte Überlebenschance. Nicht besser ist es um handaufgezogene Wildvogelarten, wie z.B. die heimischen Grünfinken und Gimpel bestellt, von denen ebenfalls zahlreiche Individuen als Nachzuchten ehemaliger Wildfänge ihr Leben in engen Käfigen fristen. Geprägt auf den Menschen haben diese Tiere niemals gelernt, ihr Futter in der freien Natur zu suchen und Fressfeinden erfolgreich auszuweichen. Die Überlebenschance dieser armen Kreaturen sei nur minimal. Selten leben Käfigvögel in der Freiheit länger als Tage oder wenige Wochen. 

Kein geringeres Problem stellen freigelassene Exoten dar. Während die meisten tropischen und subtropischen Arten bei uns kaum die Wintertage überstehen, kommen doch einige Arten aus Übersee mit unserem Klima klar. Freigesetzte Aquarienfische, Amphibien wie die aus Amerika stammenden Ochsenfrösche und Reptilien, beispielsweise exotische Schmuckschildkröten, sind keine Seltenheit mehr in Deutschlands freier Natur. Vielfach wird dies zu einem großen Problem für unsere heimischen Arten. Einmal etabliert können manche Exoten zur regelrechten Plage und ökologischen Belastung für die heimische Fauna werden und angestammte Arten durch Konkurrenz verdrängen oder durch eingeschleppte Krankheiten dezimieren. Eingeführte Tiere aus fernen Regionen können durch diese Auswirkungen in unserer heimischen Natur so "Bescherungen" ganz anderer Art anrichten, stellt der Naturschutzbund fest.

Der NABU Lippe appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger, verantwortungsvoll mit Tieren umzugehen und lieber auf Bescherungen dieser Art zu verzichten. Wildtiere oder deren Nachzuchten gehören einfach nicht auf den Gabentisch!

 

 

Fotos: NABU Leopoldshöhe/Martin Düsterberg

 Gelbwangen-Schildkröten, Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet Asemissen-West

 Rotwangen-Schildkröte, Leopoldshöhe, Regenrückhaltebecken am Krähenholz

Mini-Drache mit Warnweste

Der Feuersalamander ist „Lurch des Jahres“ 2016

Der Feuersalamander leidet unter der Vernichtung seiner Lebensräume.

Die Intensivnutzung von Laubmischwäldern, deren Zerschneidung durch Straßenbau sowie Gewässerausbau und Besatz mit Fischen in den Larvengewässern sind für einen rückläufigen Bestandstrend verantwortlich.
Auch ein tödlicher Hautpilz bedroht den Lurch.

So sah der einzige Leopoldshöher Feuersalamander- Laichlebensraum noch vor einigen Monaten aus!

Hier herrschten ideale Lebensbedingungen für Feuersalamander-Larven.

Sowohl im Quellbereich als auch in strömungsarmen Bachlaufabschnitten wurden Larven abgesetzt. 

Und so sieht es hier jetzt aus!

Bäume - was bedeuten sie uns noch

 

Sie sind die gewaltigste, eindrucksvollste und eine der langlebigsten Schöpfungen unserer Natur.
Sie bringen Abwechslung in die Landschaft, spenden Schatten in der Hitze und bieten anderen Pflanzen und zahlreichen Tieren vielfältigen Lebensraum.

Auch auf der symbolischen Ebene haben Bäume große Bedeutung für uns Menschen. Die Kelten sahen den Baum als Sinnbild für die Balance zwischen den Welten, die Vereinigung von oben und unten, für Gleichgewicht und Harmonie. Sie betrachteten den unendlichen Kosmos als riesigen Baum, dessen Wurzeln tief in die Erde und dessen Zweige hoch hinauf in den Himmel reichten. In modernen Yoga- und Qi Gong- Kursen rund um die Welt wird die Pose „Baum“ eingeübt und praktiziert. Bringt sie doch Ruhe und Stabilität für unseren Geist und Körper in unserem sonst  hektischen Alltag.

Oder denken wir an unseren Brauch, zur Geburt des Kindes einen Baum zu pflanzen, der es auf dem Weg durchs Leben begleiten soll. Dieser "Lebensbaum" ist ebenfalls in allen Kulturen verankert, und überall stellt er den Inbegriff des Leben dar: „Bäume sind Heiligtümer. Sie predigen das Urgesetz des Lebens“.
Diese Worte des Dichters und Schriftstellers Hermann Hesse (1877-1962) verdeutlichen die Wertschätzung, die Bäumen seit jeher zuteil wurde. Wie ein Baum durchlebt auch der Mensch Phasen des Wachsens, Blühens, Reifens, Welkens und Vergehens.
Ein Prozeß, der weit über ein Menschenleben hinausgeht und den uns die schöne, majestätische Linde an der Kirche in Lage/Heiden vor Augen führt. Liebevoll von der dörflichen Gemeinde „unsere Tanzlinde“ genannt, wird ihr Alter auf mehrere hundert Jahre geschätzt. Was hat sie nicht schon alles gesehen? Furchtbare Kriege zogen an ihr vorüber, Recht wurde unter ihr gesprochen, Liebespaare küßten sich in ihrem Schatten und viele, fröhliche Feste wurden und werden immer noch um sie herum feiert. Die alte Tanzlinde ist das heimliche Herz des Dorfes seit vielen hundert Jahren.

Doch an vielen anderen Orten in Lippe nimmt das Ansehen von und der Respekt vor alten Bäumen heutzutage leider rapide ab.
„Obwohl die Klimabeschlüsse von Paris uns nahelegen, dass es nicht ausreicht, Bäume zu pflanzen, sondern vielmehr dafür zu sorgen, gerade alte Bäume zu erhalten, lässt sich dies vielen Menschen kaum noch vermitteln“, stellt Bernd Milde, der Vorsitzende des NABU Lippe besorgt fest. Woran mag das liegen? Hat unser modernes Leben keine Zeit mehr für Geschichte und Tradition? Wohl kaum, denn gerade unsere jungen Familien legen wieder Wert auf Tradition und Nachhaltigkeit. Natur erleben und Wandern im Wald sind ein großer ökonomischer Markt geworden. Die Outdoorbranche boomt und das nicht nur in Deutschland. Und doch nehmen die Fälle von großangelegten Baumfällaktionen im Kreisgebiet seit Jahren zu, Baumfrevel eingeschlossen. Es mag sicher richtig sein, dass Stürme und immer häufiger vorkommende, lange Trockenperioden einzelne Bäume und ganze Wälder anfälliger machen. Und auch die Verkehrssicherheit und die Verkehrssicherungspflicht einen anderen Stellenwert einnehmen als zu früheren Zeiten.
Wärme liebende, invasive Schadorganismen machen Bäumen mittlerweile schwer zu schaffen - holzzersetzende Pilze, Schadbakterien und tierische Holzschädlinge führen zu einer vorzeitigen und zumeist einschneidenden Schwächung von Bäumen.
Begünstigt wird dies, wenn der Mensch ans Werk geht, noch durch falschen Baumschnitt, sog. Baum-Verschnitt, mit Folgeschäden am Stamm, an Ästen und Zweigen.
Die kurzen Meldungen in der Presse mit Ankündigungen zu geplanten  Baumfällungen und wortreichen Erklärungsversuchen dazu hinterlassen derweil beim aufmerksamen Leser einen  gewissen Beigeschmack und werfen die berechtigte Fragen auf:

Ist es wirklich immer nötig, Bäume, insbesondere unsere alten, wertvollen Schönheiten zu beseitigen? Was werden wir den nachfolgenden Generationen hinterlassen? Wenn wir heute keinen Baum alt werden lassen, werden unsere Kinder alte, majestätische Bäume nur noch im Internet kennenlernen oder auf einem Schulausflug in einen Nationalpark sehen. Ist das genug?

Und ist es nicht irrsinnig, in unseren Städten Umweltzonen einzurichten und gleichzeitig gesunde Bäume abzuholzen?
Die meisten Kommunalpolitiker vertrauen den Experten, müssten deren Handeln aber mehr nachhaltig hinterfragen. „Baumschutz ist nicht nur aktiver Klimaschutz. Es ist Denken und Handeln in Generationen!“ fügt Edda Affeldt, Pressesprecherin des NABU Lippe nachdenklich hinzu.


Da es mancherorts in Lippe bereits keine Baumschutzsatzungen mehr gibt, sollten wir Lipper unsere Kritik an dem lokalen Umgang mit Bäumen direkt gegenüber den Verwaltungen und Politikern äußern.

Wie ist Ihre Ansicht zu dem Thema?? Welches ist Ihre ganz persönliche, schöne Baum-Geschichte? Sehen Sie einen Ihrer alten Baum-Gefährten in Gefahr?

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit unter

info@nabu-leo.de

Die hunderte Jahre alte Eiche im Düsternsiek bei Bad Salzuflen/Papenhausen hat wohl so manches „er- und überlebt“: Naturkatastrophen (Gewitter-Stürme, Schnee- und Eiseslasten, Dürren, arktische Kälte, sengende Hitze), verheerende Kriege und Zeiten von bitterer Not vom späten Mittelalter bis in die Neuzeit und vieles mehr - und nach wie vor steht sie! Jedoch - da an diesem eindrucksvollen Naturdenkmal ein Zufahrtsweg entlang führt, wird wohl früher oder später die „vielbemühte“ Verkehrssicherungspflicht das schaffen, was die Jahrhunderte vorher nicht vermochten…!

 

 

Dreiflußstein

Dieser Fels ist mehr als nur ein großer Stein -  Der sogenannte „Dreiflußstein“ - nahe dem Bielsteinsender in Detmold-Hiddesen - hat eine besonders symbolträchtige Bedeutung.  Wie sein Eigenname schon besagt, verbindet er die Einzugsgebiete dreier großer europäischer Flüsse, der Ems, der Weser und des Rheins, miteinander. Aufgestellt am Schnittpunkt der Einzugsgebietsgrenzen, also dreier Wasserscheiden, soll er Wanderer, Passanten und Naturfreunde auf die Bedeutung intakter Gewässer als notwendiger Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen  aufmerksam machen. Er erinnert an die Verpflichtung, den Gewässern zu einem möglichst guten Zustand zu verhelfen und diesen zu erhalten. Bestrebungen, an dem Schnittpunkt der drei Gewässereinzugsgebiete ein Denkmal zu errichten, gab es schon lange. Das Vorhaben konnte allerdings erst im Jahr 2009 durch den Kneipp- und Verkehrsverein Hiddesen e.V. mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Detmold und des Kreises Lippe sowie mit Hilfe von Prinz zur Lippe als Grundstückseigentümer und von privaten Spendern realisiert werden.

Der Denkstein selbst besteht aus Osning-Sandstein. Das ist ein Sandstein, der regional überwiegend im Teutoburger Wald vorkommt und bis zum Ende des 20. Jahrhunderts als Bau- und Werkstein in etlichen Steinbrüchen abgebaut wurde. Die Platten mit den Namen der Flussgebiete bestehen aus dort anzutreffenden typischen Gesteinen wie Gildehauser Sandstein aus Bad Bentheim für die Ems, Rotem Wesersandstein aus dem Solling für die Weser und Rheinischem Schiefer aus dem Sauerland für den Rhein. Rund um den Denkstein wurden historische Pflastersteine aus der Krummen Straße in Detmold eingesetzt.

 

Wer den Dreiflußstein besichtigen möchte, findet ihn in Detmold-Hiddesen auf dem Kamm des Teutoburger Waldes. Die Wanderwege Lönspfad, Hartröhrenweg und Residenzweg führen an ihm vorbei. Weitere Informationen zum Dreiflußstein stehen in einem Faltblatt, das im Haus des Gastes in Hiddesen erhältlich ist.  Nicht nur für den Naturpark Teutoburger Wald ist der Stein ein neuer Orientierungspunkt. Viel Interessantes zu seinem Werdegang gibt’s im Internet unter www.wrrl-in-owl.eu/awrrl/dreistein.php.

 


 

 



Der Distelfink-

 

Vogel des Jahres 2016


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