Diesmal wollen wir einen Schmetterling aus der sehr uneinheitlichen Gruppe der Spinnerartigen näher vorstellen. Es handelt sich dabei um eine markant gefärbte Art aus der Familie der Holzbohrer (Cossidae) - das Blausieb (Zeuzera pyrina).

Früher waren diese Falter durchaus nicht selten in Gehölzbeständen, besonders in Streuobstwiesen anzutreffen. Dabei, wie es der Name der Familie bereits andeutet, waren die Obstbauern oder Gärtner nicht unbedingt erfreut, wenn das Blausieb in Erscheinung trat, da dessen Raupen im Holz der Obstbäume leben ("bohren"). Es mag durchaus an manchen Bäumen zu Astschädigungen gekommen sein. Dass es aber zum Verlust ganzer Obstbaumplantagen führte, darf stark bezweifelt werden!

Heutzutage tritt die Art eher lokal und meist vereinzelt in Erscheinung. Da die Falter nachtaktiv sind, werden sich tagsüber meistens nur zufällig einmal an Baumstämmen ruhend entdeckt. Besonders die Männchen lassen sich leicht mit künstlichem Licht anlocken.

 

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