Willkommen beim NABU Leopoldshöhe

 

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen.
Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

 

Nicht nur Amseln, auch Blau-und Kohlmeisen, Grünfinken, Haussperlinge, Rotkehlchen und Singdrosseln sind vom Usutu-Virus betroffen, den Stechmücken übertragen.

Diese Singdrossel hielt sich über eine Stunde in einem eng begrenzten Bereich eines Gartens auf, wirkte überhaupt nicht scheu und zeigte ein fehlendes Fluchtverhalten. An dem Tier sind deutlich Gefiederveränderungen zu sehen, erkennbar an dem zerzausten Aussehen.

Durch die großzügige Unterstützung der Deutschen Postcode-Lotterie ist die Leopoldshöher NABU-Gruppe nun in der Lage, einen bedeutenden Beitrag zum Wiesenschutz zu leisten.

 

In Bexterhagen kann so mithilfe von Fördermitteln durch die Lotterie in Höhe von 5000 € ein ca.2 ha großes Wiesengelände optimal aufgewertet werden.

Zusammen mit einem Eigenanteil von 3000 € stehen dafür insgesamt 8000 € zur Verfügung. 

 

Damit versucht die NABU-Gruppe Leopoldshöhe ein Zeichen zu setzen, indem auf einem alten, brachgefallenen Grünlandstandort ein hochwertiges Biotopgefüge entwickelt werden soll.
Anmerkungen zur Entwicklung und Pflege von solchen wertbestimmenden Biotopstrukturen: - Erhaltung eines unzerschnittenen Landschaftsteiles in seines Gesamtheit (Wertkriterium „relative“ Großflächigkeit als „Trittsteinbiotop“ im Zuge einer Biotopvernetzung) - Erhaltung und Entwicklung von Pufferzonen in ihrer Funktion als Schutz vor Eutrophierung, Emissionen und Störungen aller Art - Das Ziel ist, Gewässerstrukturen für zahlreiche, unterschiedliche Tiere und Pflanzen anzulegen - zum Beispiel „Trittsteinbiotope“ für Amphibien (etwa Kreuzkröte und Bergmolch) - Auch eine Funktion als Rastplatz und Nahrungshabitat für überregional seltene Wasser- und Zugvögel (Kranich, Flussregenpfeifer, Kiebitz) wird angestrebt.

Der eine oder andere kann sich vielleicht noch an die Einwanderung der Wespenspinne (Argiope bruennichi) erinnern. Die war damals in unserer Region auch nicht bekannt. - Jetzt scheint sich eine weitere Art der Webespinnen auf "Expansionskurs" zu befinden, der Dornfinger (Cheiracanthium punctorium). Diese "zutraulichen" Tierchen bevorzugen langrasige Biotope an exponierten Wärmestandorten. An geeigneten Stellen sollte zukünftig auf diese Art, mit ihren charakteristischen Wohngespinsten, geachtet werden. Wir dürfen gespannt sein.

Das nachfolgende Video zeigt ein Dornfinger-Weibchen bei der Nestbewachung

Unscheinbar als Ei, auffällig als Raupe und Schmetterling - der C-Falter

Der C-Falter gehört zu den 6 Tagfalterarten, die bei uns als Falter überwintern. Die anderen 5 Arten sind: Kleiner Fuchs,Tagpfauenauge, Zitronenfalter, Großer Fuchs und Trauermantel. Die Weibchen legen etwa 250 Eier einzeln auf die Futterpflanzen ab. Die Raupen schlüpfen nach zwei bis drei Wochen. Sie leben als Einzelgänger und halten sich tagsüber auf der Blattunterseite auf. Hauptfutterpflanze ist die Große Brennnessel.

Nach 6 Wochen sind sie ausgewachsen.

Foto: Petra Gehle

 

Disteln sind nicht zu unterschätzende Nektarpflanzen für Fluginsekten -gleich vier Insektenarten tummeln sich hier scheinbar friedlich auf einer Blüte.

Ein Zeichen für Artenvielfalt und Insektenfülle?

Natürlich nicht!

 

Kommt nur noch an zwei Stellen in Leopoldshöhe vor - das Tausendgüldenkraut

Der Kleine Orant, das Kleine Leinkraut bevorzugt basische und kalkhaltige, sandige oder steinige Böden. Es kommt als Ackerunkraut vor, bei uns finden wir es nur noch auf dem Freesenberg.

Auch die Kleine Wolfsmilch ist selten geworden. Einst als verbreitetes Ackerunkraut in Kalkgebieten überall vorkommend ist die Pflanze heute überall im Rückgang begriffen. Kommt nur an einem örtlichen Standort vor. 

Blutrote Heidelibelle

Fotos: Martin Düsterberg

 

Feuerlibelle an RRB im Gewerbegebiet in Asemissen

Foto: Petra Gehle

 

Schwalben an einer Wasserstelle auf der Suche nach Nistmaterial

 

Fotos. Petra Gehle

 

Weibchen und Männchen der Gebänderten Prachtlibelle

 

Fotos: Heidrun Mühlberger

 

Gebänderter Pinselkäfer bei der Eiablage im Mulm eines Hauklotzes

Foto: Christiane Possehn

 

Pelzige Helfer bei der Kirschenernte in Bechterdissen

 

 

Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare)

 

 

Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanzenart, die zu reich verzweigten Sträuchern heranwächst. Beim Gewöhnlichen Liguster gibt es Exemplare, die ihr Laub abwerfen und auch solche, die halbimmergrüne Sträucher sind. In milden Klimalagen verlieren diese Pflanzen ihre Blätter des Vorjahres erst zum Laubaustrieb im nächsten Frühjahr.

 

Typisch für den Gewöhnlichen Liguster sind die aufrecht wachsenden, biegsamen Zweige.
Während des Sommers sind die Blätter dunkelgrün gefärbt, zum Herbst hin werden sie oft rötlich-violett.
Zwischen 1,5 m und 4,5 m kann die Wuchshöhe des Gewöhnlichen Ligusters betragen. Bevorzugt wächst diese Pflanzenart auf sommerwarmen, mäßig trockenen, kalkhaltigen Ton- oder Lehmböden. 
Man findet sie in Deutschland häufig in Parkanlagen und Gärten, auf Friedhöfen, aber auch in der freien Natur, wo sie beispielsweise in Hecken und sogar auf Ruderalflächen. 

 

Mit dem süßen Nektar locken die Blüten dieser Pflanzenart verschiedene Insekten an, darunter auch Tagfalter wie Weißlinge (Pieris), das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae).

Auch Wanderschmetterlinge wie etwa der Distelfalter halten sich gerne auf den Blüten des Liguster auf.
Als Futterpflanze für Tagfalterraupen spielt der Gewöhnliche Liguster in Mitteleuropa keine Rolle, wohl aber als Nahrungspflanze für die Raupen einiger Nachtfalterarten.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat am 17. April 2000 die offizielle Liste giftiger Pflanzen im Bundesanzeiger (v. 06.05.2000, Jahrgang 52, Nr. 86, S. 8517) veröffentlicht.
Diese Liste enthält ausschließlich Pflanzen, die auch bei Aufnahme geringer Mengen an Pflanzenmaterial mittelschwere oder schwere Vergiftungen verursachen können.

Es wird davor gewarnt, diese Pflanzen an Plätzen anzupflanzen oder aufwachsen zu lassen, die Kindern als Aufenthalts- und Spielort dienen.
Der Liguster ist auf der Giftpflanzenliste nicht verzeichnet.

Dagegen findet man dort Pflanzen wie beispielsweise Efeu und Eibe, Goldregen, Pfaffenhütchen, Fingerhut und Oleander, Gewächse, denen bei geringer Aufnahme von Beeren und Blütenteilen mittelschwere Vergiftungen bescheinigt werden.
Auch wenn es weniger bekannt ist: Buxus-Alkaloide, enthalten in den Blättern und Früchten des Buchsbaumes, entfalten allerdings auch bei dieser Pflanzenart eine Giftwirkung.

 

 

 

 

Die Spornblume, hier im Freilichtmuseum, wird  gerne von Schmetterlingen angeflogen. Auch Wanderfalter wie etwa Taubenschwänzchen und Distelfalter suchen diese duftende Pflanze auf, um intensiv an den Blüten zu saugen.

Marienkäferlarven bietet sich hier ein gedeckter Tisch.

Hufeisen-Azurjungfer, Männchen

Nur an wenigen Orten lässt sich bei uns noch das Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) beobachten. Hier sitzt ein Männchen im Gezweig eines abgestorbenen Baumes.

Jetzt beginnt wieder die Zeit der Libellen, auch Wasserjungfern genannt. Besonders die Kleinlibellen wirken ausgesprochen filigran. Doch handelt es sich um nicht zu unterschätzende Beutegreifer, deren dornenbewehrten (Fang-)Beinen so manches Fluginsekt zum Opfer fällt. Hier hat eine Weibchen der Frühen Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula) einen Zweiflügler gefangen und schon mit der "Mahlzeit" begonnen.

Im vergangenen Jahr konnte der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) erfreulich häufig beobachtet werden. Er ist wirklich sehr klein und fällt oft kaum auf, wenn er bodennah durch die Vegetation huscht.

In diesem Frühjahr scheint sich der positive Trend fortzusetzen, bereits Mitte April waren viele Exemplare dieser Bläulingsart zu sehen.

Foto: Heidrun Mühlberger

 

Der Schwarze Totengräber (Nicrophorus humator) ist eine Art der Totengräber (Nicrophorus) aus der Familie der Aaskäfer(Silphidae).

Wie alle Totengräber lebt auch diese Art von Aas und nutzt Kadaver, die von ihm vergraben werden, als Eiablageplatz. Manchmal findet man die Tiere auch an Pilzen.

 

Fotos: Hans Dudler

Ausgestorbene Tagfalterart zurück in NRW

 

Kurzschwänziger Bläuling (Cupido argiades

 

Die Art gilt als ausbreitungsfreudig und profitiert offensichtlich von der Klimaerwärmung. Auf der Roten Liste für Deutschland von 2011 steht er noch auf der Vorwarnstufe, da er sich aber auch in andere Bundesländer ausbreitet, wird er künftig daraus entlassen werden.

Die wärmeliebenden Tiere leben an gebüschreichen Wiesen und Lichtungen mit Blütenbewuchs.

In Mitteleuropa ist der Kurzschwänzige Bläuling eine Art des Tieflandes, die 500 m nur selten übersteigt. Zugewanderte Einzelfalter können zuweilen auch in größeren Höhen angetroffen werden. Legt ein dort Eier, kann sich den Sommer über auch einmal eine kurzlebige Population bis in über 800 m ausbilden. Während die Raupe jedoch in Osteuropa keine Probleme hat, die dortigen kalte Winter zu überstehen, überlebt sie in montanen Lagen Westeuropas nur sehr milde Winter. Möglicherweise ist hier aber derzeit auch eine Neuanpassung im Gange. In Südeuropa kann der Kurzschwänzige Bläuling bis auf 1200 m gefunden werden und aus der Türkei und Zentralasien sind Funde aus weit über 2000 m bekannt. Der Kurzschwänzige Bläuling ist ein Binnenwanderer. Seine Wanderflüge gehen zwar meist nur über recht kurze Strecken, dennoch hat er mit anderen Wanderfaltern gemein, dass es sich um eine recht anpassungsfähige Art handelt. Meist fliegt der Falter auf offenem Grasland, lokal, vor allem in Südeuropa und Asien, sind jedoch auch Populationen in sehr offenen, trockenen Wäldern bekannt. An sein Habitat stellt die Art nur geringe Ansprüche. Die Wiesen müssen klimatisch begünstigt sein, darüber hinaus werden sowohl Feuchtwiesen, mesophile Fettwiesen, gestörte, eutrophierte Halbtrockenrasen wie auch nicht bewirtschaftete Volltrockenrasen genutzt. Ruderale Stellen, ungemähte Gräben, Straßenböschungen, ja selbst Bolzplätze können Heimat einer Population dieser Bläulingsart sein. Aus dem Ostseeraum sind auch Funde auf Küstendünen (z. B. auf der Kurischen Nehrung) bekannt.

Von anderen Bläulingsarten lässt sich der Kurzschwänzige Bläuling leicht anhand seines namensgebenden Merkmals unterscheiden: An den Hinterflügeln hat er im hinteren Bereich je ein kurzes Schwänzchen.

Auf der Oberseite sind die Flügel der Männchen blau bis bläulich-violett gefärbt. Am Rand befindet sich ein feiner, schwarzer Saum und außen sind helle Fransen. In manchen Fällen haben die Tiere auf den Hinterflügeln am äußeren Rand kleine schwarze Flecken, die in der Fachsprache als Marginalflecken bezeichnet werden. Am Ansatz des Schwänzchens gibt es zudem oft einen kleinen, orange gefärbten Fleck.
Bei den Weibchen sind die Oberseiten der Flügel graubraun gefärbt und oft blauviolett gestäubt. In der Nähe der Basis der Schwänzchen an den Hinterflügeln findet sich bei ihnen je ein orange und schwarz gefärbter Punkt.
Beide Geschlechter zeigen dieselbe Färbung der Flügelunterseiten. Hellgrau ist die Grundfarbe und sie sind an der Basis hellblau gestäubt. Es befinden sich mehrere schwarze, weiß gerandete Flecken auf der Unterseite der Hinterflügel. Diese Flecken sind unregelmäßig angeordnet. Mittig ist auf der Unterseite beider Flügelpaare ein kurzer, schwarzer Strich vorhanden. Auf den Hinterflügeln ist er jedoch schmaler als auf den Vorderflügeln. Am Rand der Hinterflügel sind auf der Unterseite orange gefärbte Flecken mit schwarzem Vorder- und Hinterrand zu finden. Oft sind es nur zwei Flecken, mitunter drei. Daneben gibt es weitere Flecken, die aber für gewöhnlich nur angedeutet sind.

 

 

 Hummeln sind ausgezeichnete, für den Menschen immens wichtige Bestäuber. Leider sind sie stark gefährdet.

Wir geben Hinweise zu Blütenpflanzen, mit denen Hummeln und auch Wildbienen wirksam geholfen werden kann.

 

Näheres in der Rubrik "Hummelpflanzen".

 

 

 

 

Kleiner Saurier-

 

Der farbenprächtige Bergmolch ist Lurch des Jahres 2019

Foto: Dennis Wolter

Bergmolch, Männchen 

 

Auch wenn er nicht auf Bäume klettert: Im Wald fühlt sich der Bergmolch am wohlsten. Seinen Namen trägt er dennoch zu recht, denn er wagt sich hoch hinaus – in den Alpen steigt er bis 2000 Meter Höhe und mehr. In Deutschland ist der Bergmolch weit verbreitet, im Norden ist er allerdings seltener und große Teile des Nordostens sind unbesiedelt.
Als Botschafter für alle Bewohner von Feuchtgebieten soll der Bergmolch auf die Gefährdung dieser Lebensräume aufmerksam machen.

 

Im Frühjahr hat es der Bergmolch eilig. Bei günstiger Witterung ab Mitte Februar, ab fünf Plusgraden und hoher Feuchtigkeit. Je später im Jahr, desto weniger achten die Tiere auf gute Bedingungen. Sie wollen einfach nur noch los, koste es, was es wolle. Schließlich geht es darum, sich erfolgreich fortzupflanzen.
 Und da bestraft Zuspätkommer bekanntlich das Leben. Was das Laichgewässer betrifft, sind Bergmolche nicht sehr wählerisch. Sie benötigen Verstecke, und sie brauchen Unterwasservegetation, an die sie ihre Eier anheften können. Das kann in Weihern sein, aber auch in wassergefüllten Wurzeltrichtern, in Pfützen ebenso wie an ruhigen Bachrändern. Auch Gartenteiche besuchen Bergmolche gern. Einmal am Gewässer angekommen, haben es die Molche plötzlich gar nicht mehr eilig. Das hat zwei Gründe. Zum einen sind sie zunächst dabei, von der Land-in die Wassertracht zu wechseln. Dabei erneuern sie ihre Haut, auf die eher raue Landhaut folgt eine weiche Wasserhaut, außerdem bildet sich das farbenprächtige Balzkleid. Das kostet Kraft und die Energiereserven fressen sich die Molche erst im Wasser an. Dort machen sie erfolgreicher Beute als an Land.
Bergmolche ernähren sich räuberisch und fressen hauptsächlich Insekten und deren Larven. Aber auch Krebstiere und Würmer aller Art sowie Fisch- und Amphibieneier stehen auf ihrer Speisekarte. An Land fressen sie auch Spinnentiere und Schnecken.

Foto: Dennis Wolter

Bergmolch, Weibchen

 

Ihre Eier legen die Weibchen an Wasserpflanzen ab oder einfach ins Falllaub. Die Larven schlüpfen nach zwei bis vier Wochen und entwickeln sich innerhalb von drei Monaten zu fertigen Molch. Die Larven ebenso wie die erwachsenen Bergmolche leben ausschließlich räuberisch. Umgekehrt sind aber auch sie beliebte Beute von Fischen, Störchen und Graureihern. Als Waldbewohner ist dem Bergmolch am besten mit dem Schutz und der Wiederherstellung strukturreicher Laubwälder gedient. Wurzelteller und Totholz bieten ihm Tages-und Überwinterungsverstecke und können auch als Trittsteinbiotope zur Ausbreitung beitragen. Hecken und Feldgehölze, aber auch Staudenfluren oder Gräben sind für die Molche wichtig, besonders in  der Nähe der Laichgewässer, da die Tiere keine allzu großen Wege zurücklegen. Neue Gewässer besiedeln Bergmolche sehr schnell. Daneben müssen aber bestehende Tümpel und Teiche erhalten bleiben – und  wenn nötig, gepflegt werden. Die beste Zeit für Pflegemaßnahmen ist der Frühherbst, da sich zu dem Zeitpunkt kaum Amphibien in den Gewässern befinden. Von Zeit zu Zeit ist es nötig, Schwimmpflanzen zu reduzieren, zu Entkrauten. Gegebenenfalls ist ein Ausbaggern einzuplanen, um eine Gewässerverlandung zu verhindern.
Fressen und gefressen werden – wie bei Gewässern in der freien Landschaft gilt dies gleichermaßen für den Lebensraum Gartenteich. Ist er mit Fischen besetzt, wird man leider vergeblich nach Nachwuchs von Molchen, Fröschen und Kröten suchen.
Durch seine plakative Färbung eignet sich der Bergmolch ideal, um stellvertretend auf Amphibienrückgänge aufmerksam zu machen, betont der NABU Leopoldshöhe. Viele Kinder machten mit ihm im Schul- oder Gartenteich schon ihre ersten Amphibienerfahrungen, lernten die Tiere dabei oft überhaupt erst kennen und schätzen.

Gewässerlebensräume in Leopoldshöhe

 

 

 

 

Hummelköniginnen beim "Saison-Start"

Eine Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) beim Besuch von Krokussen im zeitigen Frühjahr.

Eine große Steinhummelkönigin (Bombus lapidarius) "taucht" in eine Krokusblüte.

Fuchsrote Lehmbiene (Andrena fulva)

 

Stickstoffdüngung schadet Faltern

 

Die Düngung von Pflanzen führt zum Schmetterlingssterben: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, an der Prof. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück beteiligt war und die jetzt in der Fachzeitschrift „Oecologia“ veröffentlicht wurde. Gemeinsam mit seinen Co-Autoren Susanne Kunze von der Universität Bayreuth und Thilo Heinken von der Universität Potsdam hat Fartmann darin erstmals belegt, dass die aktuellen Düngeraten in der Landwirtschaft den physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten überschreiten. "Somit trägt die Düngung direkt zum flächendeckenden Rückgang vieler Schmetterlingsarten bei", heißt es in einer Mitteilung der Universität Osnabrück.

 

Ampferspanner

Die landwirtschaftliche Intensivierung gilt als Hauptursache für das flächendeckende Verschwinden vieler Schmetterlingsarten in West-und Mitteleuropa. Der Rückgang der Artenvielfalt wurde dabei häufig mit dem Verlust sowie der zunehmenden Degradierung und Fragmentierung der Habitate in Verbindung gebracht. Direkte Veränderungen der Wirtspflanzenqualität für Insekten blieben dagegen bisher weitgehend unberücksichtigt. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Universitäten Potsdam und Osnabrück zeigen jedoch, das zu hohe Stickstoffkonzentrationen in den Wirtspflanzen zu einer stark erhöhten Sterberate bei Schmetterlingsraupen führen können.

Seideneulchen

In der Untersuchung wurden in einem experimentellen Ansatz die Überlebenschancen von insgesamt sechs weitverbreiteten Tag- und Nachtfalterarten darunter Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas), Seideneulchen (Rivula sericealis) und Ampferspanner (Timandra comae) unter verschiedenen Düngeszenarien untersucht. Die Stickstoffgaben entsprachen dabei den in der mitteleuropäischen Landwirtschaft aktuell üblichen Düngemengen. Die Düngung hat dabei zu einer Zunahme des Stickstoffgehalts in den Wirtspflanzen und gleichzeitig zu einer deutlich erhöhten Mortalität der Schmetterlingsraupen aller Modellarten geführt. Mit den Forschungsergebnissen liegt nun erstmalig ein Beleg vor, dass die heutzutage üblichen Düngemengen physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten überschreiten dürften. Es ist somit davon auszugehen, dass die Düngung und atmosphärische Stickstoffdepositionen durch ihren Einfluss auf die Wirtspflanzenqualität direkt zum flächendeckenden Rückgang vieler Schmetterlingsarten beitragen. Die hier wissenschaftlich fundiert herausgefunden Resultate bestätigen allerdings die seit langer Zeit bei Schmetterlingskundlern bekannte Tatsache, dass auf stark gedüngten Flächen nur wenige Arten vorkommen. So verläuft beispielsweise die Raupensuche auf Intensivgrünland in aller Regel ergebnislos. 

Die Intensivierung der Landwirtschaft mit der damit einher gehenden Erhöhung des Nährstoffgehaltes durch Düngung setzt auch dem Schmetterling des Jahres 2019, dem Schachbrett zu.

Demgegenüber finden sich auf Extensivgrünland, z. B. Magerrasen, dürftigem, ungedüngtem Weideland oder grasigen Brachen, oft große Mengen der unterschiedlichsten Schmetterlingsarten.

 

 


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