Willkommen beim NABU Leopoldshöhe

 

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen.
Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

 

 

Schützen Sie unsere Insekten und pflanzen Sie

Bäume und Sträucher für Bienen und Insekten an!

 

Eine Empfehlungsliste in Zusammenarbeit mit der bayrischen Baumschulwirtschaft

finden Sie hier:

 

http://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/gartenbau/dateien/bf_gesamt_bienengehoelze_in.pdf

 

Mithilfe einer Projektförderung durch die Deutsche Postcode Lotterie wertet die NABU-Gruppe derzeit ein ca.2 ha großes Wiesengelände im Ortsteil Bexterhagen ökologisch auf. 

Dort entsteht gerade eine große Streuobstwiese, es werden 2 Gehölzinseln und auch 2 Gehölzstreifen angelegt.

Daneben sollen Bruch-und Lesesteinhaufen sowie Wurzelstubben und  Totholzhaufen Kriechtieren als Unterschlupf dienen und Versteckmöglichkeiten bieten. 

 

Mitglieder der NABU-Gruppe bei einem Arbeitseinsatz auf dem Freesenberg.

Besonders auf Rohböden gehört das Jakobskreuzkraut zu den Pflanzen, die tunlichst schon im Frühstadium in Schach gehalten werden sollten,damit "erwünschte" Erstbesiedler, bessere Arten eine Chance bekommen. 

 

Erdbewohnende Solitärbienenarten benötigen offene, möglichst südexponierte Bodenstellen für die Anlage ihrer Bruthöhlen - hier in Evenhausen ist eine NABU- Arbeitstruppe dabei, einen zugewachsenen Graben auszutiefen und die Böschungsbereiche damit wieder für diese  bedrohten Insekten verfügbar zu machen.

 

Grünlandfläche des Biolandbetriebes Wilhelmsdorf

 

Der Ökolandbau hält sich zugute, deutlich mehr für den Artenschutz und insbesondere auch für den Schutz von Insekten zu tun als konventionell arbeitende Landwirte.
Das entspricht nicht immer der Realität - auf diesem Grasacker beispielsweise findet man keinerlei  Blütenpflanzen und auch der daneben liegende Ackerrandstreifen macht einen  ziemlich toten Eindruck.

 

In der Rubrik "Sennelandschaft" findet sich Näheres über Krabbeltiere mit "Ekelpotential" - in diesem Fall Wolfspinnen (Lycosidae), die in thermisch begünstigten Lebensräumen siedeln.

Wer hätte das jemals gedacht: Raupen vom bislang hier bei uns selten vorkommenden Schwalbenschwanz findet man mittlerweile häufiger als Raupen des Kleinen Fuchses, einer bis vor einigen Jahren noch weit verbreiteten Tagfalterart. Diese beiden Exemplare konnte man jetzt Mitte Oktober noch an Wilder Möhre auf dem Freesenberg finden.

In der freien Natur würden diese Raupen - witterungsbedingt - wohl nicht mehr die Entwicklung zur Puppe abschließen können.

Dieses merkwürdig aussehende, in der Vergrößerung äußerst interessant wirkende Tier hatte sich in die Wohnung von Petra Gehle verirrt.

Es handelt sich um eine Zitterfliege (Palloptera muliebris).

Jetzt im Herbst werden Samen tragende Pflanzen wie etwa Sonnenblumen, Königskerzen, Wegwarte oder auch Stauden des Bronzefenchels gerne von Vögeln aufgesucht. 

Darunter sind regelmäßig auch Pärchen oder kleine Trupps Stieglitze (Distelfinken) zu beobachten. 

Mit wachen Augen beobachtet der Sperber aus einiger Entfernung das Geschehen im Garten, um im richtigen Moment ein unvorsichtiges Opfer zu überrumpeln. 

Nicht nur Amseln, auch Blau-und Kohlmeisen, Grünfinken, Haussperlinge, Rotkehlchen und Singdrosseln sind vom Usutu-Virus betroffen, den Stechmücken übertragen.

Diese Singdrossel hielt sich über eine Stunde in einem eng begrenzten Bereich eines Gartens auf, wirkte überhaupt nicht scheu und zeigte ein fehlendes Fluchtverhalten. An dem Tier sind deutlich Gefiederveränderungen zu sehen, erkennbar an dem zerzausten Aussehen.

Durch die großzügige Unterstützung der Deutschen Postcode-Lotterie ist die Leopoldshöher NABU-Gruppe nun in der Lage, einen bedeutenden Beitrag zum Wiesenschutz zu leisten.

 

In Bexterhagen kann so mithilfe von Fördermitteln durch die Lotterie in Höhe von 5000 € ein ca.2 ha großes Wiesengelände optimal aufgewertet werden.

Zusammen mit einem Eigenanteil von 3000 € stehen dafür insgesamt 8000 € zur Verfügung. 

 

Damit versucht die NABU-Gruppe Leopoldshöhe ein Zeichen zu setzen, indem auf einem alten, brachgefallenen Grünlandstandort ein hochwertiges Biotopgefüge entwickelt werden soll.
Anmerkungen zur Entwicklung und Pflege von solchen wertbestimmenden Biotopstrukturen: - Erhaltung eines unzerschnittenen Landschaftsteiles in seines Gesamtheit (Wertkriterium „relative“ Großflächigkeit als „Trittsteinbiotop“ im Zuge einer Biotopvernetzung) - Erhaltung und Entwicklung von Pufferzonen in ihrer Funktion als Schutz vor Eutrophierung, Emissionen und Störungen aller Art - Das Ziel ist, Gewässerstrukturen für zahlreiche, unterschiedliche Tiere und Pflanzen anzulegen - zum Beispiel „Trittsteinbiotope“ für Amphibien (etwa Kreuzkröte und Bergmolch) - Auch eine Funktion als Rastplatz und Nahrungshabitat für überregional seltene Wasser- und Zugvögel (Kranich, Flussregenpfeifer, Kiebitz) wird angestrebt.

Der eine oder andere kann sich vielleicht noch an die Einwanderung der Wespenspinne (Argiope bruennichi) erinnern. Die war damals in unserer Region auch nicht bekannt. - Jetzt scheint sich eine weitere Art der Webespinnen auf "Expansionskurs" zu befinden, der Dornfinger (Cheiracanthium punctorium). Diese "zutraulichen" Tierchen bevorzugen langrasige Biotope an exponierten Wärmestandorten. An geeigneten Stellen sollte zukünftig auf diese Art, mit ihren charakteristischen Wohngespinsten, geachtet werden. Wir dürfen gespannt sein.

Das nachfolgende Video zeigt ein Dornfinger-Weibchen bei der Nestbewachung

Fotos: Hans Dudler

 Hummeln sind ausgezeichnete, für den Menschen immens wichtige Bestäuber. Leider sind sie stark gefährdet.

Wir geben Hinweise zu Blütenpflanzen, mit denen Hummeln und auch Wildbienen wirksam geholfen werden kann.

 

Näheres in der Rubrik "Hummelpflanzen".

 

 

 

 

Kleiner Saurier-

 

Der farbenprächtige Bergmolch ist Lurch des Jahres 2019

Foto: Dennis Wolter

Bergmolch, Männchen 

 

Auch wenn er nicht auf Bäume klettert: Im Wald fühlt sich der Bergmolch am wohlsten. Seinen Namen trägt er dennoch zu recht, denn er wagt sich hoch hinaus – in den Alpen steigt er bis 2000 Meter Höhe und mehr. In Deutschland ist der Bergmolch weit verbreitet, im Norden ist er allerdings seltener und große Teile des Nordostens sind unbesiedelt.
Als Botschafter für alle Bewohner von Feuchtgebieten soll der Bergmolch auf die Gefährdung dieser Lebensräume aufmerksam machen.

 

Im Frühjahr hat es der Bergmolch eilig. Bei günstiger Witterung ab Mitte Februar, ab fünf Plusgraden und hoher Feuchtigkeit. Je später im Jahr, desto weniger achten die Tiere auf gute Bedingungen. Sie wollen einfach nur noch los, koste es, was es wolle. Schließlich geht es darum, sich erfolgreich fortzupflanzen.
 Und da bestraft Zuspätkommer bekanntlich das Leben. Was das Laichgewässer betrifft, sind Bergmolche nicht sehr wählerisch. Sie benötigen Verstecke, und sie brauchen Unterwasservegetation, an die sie ihre Eier anheften können. Das kann in Weihern sein, aber auch in wassergefüllten Wurzeltrichtern, in Pfützen ebenso wie an ruhigen Bachrändern. Auch Gartenteiche besuchen Bergmolche gern. Einmal am Gewässer angekommen, haben es die Molche plötzlich gar nicht mehr eilig. Das hat zwei Gründe. Zum einen sind sie zunächst dabei, von der Land-in die Wassertracht zu wechseln. Dabei erneuern sie ihre Haut, auf die eher raue Landhaut folgt eine weiche Wasserhaut, außerdem bildet sich das farbenprächtige Balzkleid. Das kostet Kraft und die Energiereserven fressen sich die Molche erst im Wasser an. Dort machen sie erfolgreicher Beute als an Land.
Bergmolche ernähren sich räuberisch und fressen hauptsächlich Insekten und deren Larven. Aber auch Krebstiere und Würmer aller Art sowie Fisch- und Amphibieneier stehen auf ihrer Speisekarte. An Land fressen sie auch Spinnentiere und Schnecken.

Foto: Dennis Wolter

Bergmolch, Weibchen

 

Ihre Eier legen die Weibchen an Wasserpflanzen ab oder einfach ins Falllaub. Die Larven schlüpfen nach zwei bis vier Wochen und entwickeln sich innerhalb von drei Monaten zu fertigen Molch. Die Larven ebenso wie die erwachsenen Bergmolche leben ausschließlich räuberisch. Umgekehrt sind aber auch sie beliebte Beute von Fischen, Störchen und Graureihern. Als Waldbewohner ist dem Bergmolch am besten mit dem Schutz und der Wiederherstellung strukturreicher Laubwälder gedient. Wurzelteller und Totholz bieten ihm Tages-und Überwinterungsverstecke und können auch als Trittsteinbiotope zur Ausbreitung beitragen. Hecken und Feldgehölze, aber auch Staudenfluren oder Gräben sind für die Molche wichtig, besonders in  der Nähe der Laichgewässer, da die Tiere keine allzu großen Wege zurücklegen. Neue Gewässer besiedeln Bergmolche sehr schnell. Daneben müssen aber bestehende Tümpel und Teiche erhalten bleiben – und  wenn nötig, gepflegt werden. Die beste Zeit für Pflegemaßnahmen ist der Frühherbst, da sich zu dem Zeitpunkt kaum Amphibien in den Gewässern befinden. Von Zeit zu Zeit ist es nötig, Schwimmpflanzen zu reduzieren, zu Entkrauten. Gegebenenfalls ist ein Ausbaggern einzuplanen, um eine Gewässerverlandung zu verhindern.
Fressen und gefressen werden – wie bei Gewässern in der freien Landschaft gilt dies gleichermaßen für den Lebensraum Gartenteich. Ist er mit Fischen besetzt, wird man leider vergeblich nach Nachwuchs von Molchen, Fröschen und Kröten suchen.
Durch seine plakative Färbung eignet sich der Bergmolch ideal, um stellvertretend auf Amphibienrückgänge aufmerksam zu machen, betont der NABU Leopoldshöhe. Viele Kinder machten mit ihm im Schul- oder Gartenteich schon ihre ersten Amphibienerfahrungen, lernten die Tiere dabei oft überhaupt erst kennen und schätzen.

Gewässerlebensräume in Leopoldshöhe

 

Stickstoffdüngung schadet Faltern

 

Die Düngung von Pflanzen führt zum Schmetterlingssterben: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, an der Prof. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück beteiligt war und die jetzt in der Fachzeitschrift „Oecologia“ veröffentlicht wurde. Gemeinsam mit seinen Co-Autoren Susanne Kunze von der Universität Bayreuth und Thilo Heinken von der Universität Potsdam hat Fartmann darin erstmals belegt, dass die aktuellen Düngeraten in der Landwirtschaft den physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten überschreiten. "Somit trägt die Düngung direkt zum flächendeckenden Rückgang vieler Schmetterlingsarten bei", heißt es in einer Mitteilung der Universität Osnabrück.

 

Ampferspanner

Die landwirtschaftliche Intensivierung gilt als Hauptursache für das flächendeckende Verschwinden vieler Schmetterlingsarten in West-und Mitteleuropa. Der Rückgang der Artenvielfalt wurde dabei häufig mit dem Verlust sowie der zunehmenden Degradierung und Fragmentierung der Habitate in Verbindung gebracht. Direkte Veränderungen der Wirtspflanzenqualität für Insekten blieben dagegen bisher weitgehend unberücksichtigt. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Universitäten Potsdam und Osnabrück zeigen jedoch, das zu hohe Stickstoffkonzentrationen in den Wirtspflanzen zu einer stark erhöhten Sterberate bei Schmetterlingsraupen führen können.

Seideneulchen

In der Untersuchung wurden in einem experimentellen Ansatz die Überlebenschancen von insgesamt sechs weitverbreiteten Tag- und Nachtfalterarten darunter Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas), Seideneulchen (Rivula sericealis) und Ampferspanner (Timandra comae) unter verschiedenen Düngeszenarien untersucht. Die Stickstoffgaben entsprachen dabei den in der mitteleuropäischen Landwirtschaft aktuell üblichen Düngemengen. Die Düngung hat dabei zu einer Zunahme des Stickstoffgehalts in den Wirtspflanzen und gleichzeitig zu einer deutlich erhöhten Mortalität der Schmetterlingsraupen aller Modellarten geführt. Mit den Forschungsergebnissen liegt nun erstmalig ein Beleg vor, dass die heutzutage üblichen Düngemengen physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten überschreiten dürften. Es ist somit davon auszugehen, dass die Düngung und atmosphärische Stickstoffdepositionen durch ihren Einfluss auf die Wirtspflanzenqualität direkt zum flächendeckenden Rückgang vieler Schmetterlingsarten beitragen. Die hier wissenschaftlich fundiert herausgefunden Resultate bestätigen allerdings die seit langer Zeit bei Schmetterlingskundlern bekannte Tatsache, dass auf stark gedüngten Flächen nur wenige Arten vorkommen. So verläuft beispielsweise die Raupensuche auf Intensivgrünland in aller Regel ergebnislos. 

Die Intensivierung der Landwirtschaft mit der damit einher gehenden Erhöhung des Nährstoffgehaltes durch Düngung setzt auch dem Schmetterling des Jahres 2019, dem Schachbrett zu.

Demgegenüber finden sich auf Extensivgrünland, z. B. Magerrasen, dürftigem, ungedüngtem Weideland oder grasigen Brachen oft große Mengen der unterschiedlichsten Schmetterlingsarten.

 

 


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