Willkommen beim NABU Leopoldshöhe

 

Die Mission des NABU

 

Der Naturschutzbund Deutschland möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen.

Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

 

 

Die Zeit der Kraniche

 

Fotos von Petra Gehle  aus dem

Tister Bauernmoor


Fotos: Petra Gehle

 

Raupe der Ahorn-Rindeneule(Acronicta aceris), rechts in Abwehrstellung

 

 

Sensationelle Beobachtung!

Es ist wohl nichts mehr wie es einmal war. Anstatt auf Brennnesseln fanden sich jetzt die Raupen des Tagpfauenauges (Aglais io) auf dem invasiven Drüsigen Springkraut. Hier sieht es so aus, als ob die Raupe mal an den Blättern knabbert. Ach ja - direkt daneben standen auch noch Brennnesseln.....

Den Kuckuck hört man im Frühjahr und Frühsommer immer seltener. Wenig wahrscheinlich ist es, den Gauner der Superlative im Flug zu sehen.

Dennis Wolter ist es gelungen, diesen scheuen Brutschmarotzer vor die Kamera zu bekommen.

Wasserqualle in heimischen Gewässern

 

Glitschig, aber ungefährlich

 

Die meisten von uns haben die Bekanntschaft mit Quallen wohl im Salzwasser der Nord-und Ostsee machen können.

Dabei können wir auch bei uns im Binnenland in Seen und anderen Stillgewässern Quallen beobachten - Süßwasserquallen der Gattung Craspedacusta sowerbii.

 

 

Das Video wurde von Dennis Wolter im Wasserpark in Währentrup aufgenommen.

 

Die glitschigen Tierchen sind für den Menschen vollkommen harmlos. Die Süßwasserqualle hat als Vertreterin der Nesseltiere zwar Nesselzellen an ihren Fangarmen (Tentakeln), macht damit jedoch Jagd auf Kleinstlebewesen wie Einzeller, Kleinkrebsen und Rädertierchen. An sonnigem Tagen treiben die Tiere zur Wasseroberfläche und gleiten beutesuchend durch das Wasser. So begegnen sich Mensch und Tier beim jeweiligen Sonnenbaden.


Die Qualle mag es warm und benötigt Wassertemperaturen von mindestens 25 Grad um sich entwickeln zu können. Man begegnet ihr als freischwimmende Qualle (Meduse) also nur in heißen Jahren. Ihr Auftauchen hat somit nichts mit einer schlechten Wasserqualität zu tun. In kühleren Jahren bleibt die Süßwasserqualle als Larve (Polyp) am Boden des Sees festgewachsen – und daher meist unbemerkt. Die Qualle bevorzugt saubere, stehende bis leicht bewegte Gewässer mit üppiger Bodenflora, in der der Polyp ausreichend Schutz findet. Als Larve ist die Qualle nur ungefähr zwei Millimeter groß und auch als Meduse erreicht sie nur die Größe einer 2-Euro-Münze. Sie besteht zu 99,3 Prozent aus Wasser - das macht die Süßwassermeduse zu dem Tier mit dem höchsten Wassergehalt.

Das Tier hat ihren Ursprung wahrscheinlich im Jangtse-Fluss in China. Wie die Süßwasserqualle nach Europa kam, ist unklar – wahrscheinlich jedoch als blinder Passagier einer importierten Teichpflanze. Denn zum ersten Mal entdeckt wurde sie 1880 im exklusiven Seerosenbecken des botanischen Gartens in London.

Seitdem taucht die Qualle immer mal wieder in heißen Jahren auf - manchmal sogar in Massen. Heute ist die Süßwasserqualle auf der ganzen Welt, außer der Antarktis, verbreitet. Bisher blieb es der Wissenschaft verschlossen, warum sich diese Art weltweit derart vermehrt hat. Denn wie andere Teichbewohner verbreitet sie sich zwischen den Seen durch Strömungen des Wassers, gründelnde Tiere und durch das Festsetzen an Gartenteichpflanzen, Booten oder Fischen. Die Vermehrung an sich läuft ungeschlechtlich durch Teilung ab.

Ob ihr Bestand zunimmt, lässt sich wegen der Unregelmäßigkeit ihres Auftauchens nicht mit Gewissheit sagen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass durch den Klimawandel und die damit einhergehenden wärmeren Gewässer die Entwicklung stärker voranschreitet, so dass man die „erwachsenen Tiere“ zumindest häufiger sieht.

 

 

Fotosammlung Martin Düsterberg

Großer Blaupfeil, Weibchen

Großer Blaupfeil, Männchen

Braune Tageule (Euclidia glyphica), auf dem Freesenberg

Fotos: Martin Düsterberg

Fotos: Martin Düsterberg

 

Das Rotkehlchen- Vogel des Jahres 2021

 

 

Honigbiene auf Blütenbesuch

Foto: Petra Gehle

 

Wald-Goldstern, Fundort Windwehetal

Fotos: Petra Gehle

 

Kelch-Becherling, Fundort Windwehetal

 

 

 

Die Blume, 

 

den Baum,

 

den Schmetterling

 

des Jahres 2021

 

 

findet ihr in der neuen Rubrik

 

"Jahreswesen"  

 

 

 

 

 

 

 

Braunwurz-Mönch und Wiesenhummel

Foto: Dirk Eger

 

Bunte, mit grellen Farben ausgestattete Raupen haben den Vorteil, dass sie von Vögeln als gefährlich oder ungenießbar erkannt und deshalb verschmäht werden. Die Raupen vom Braunwurz-Mönch fressen die Knospen, Blüten und Früchte der Pflanze, sie können auch an Königskerzen angetroffen werden.
Fluginsekten - wie hier ein Männchen der Wiesenhummel - suchen gerne die filigranen Blüten der Braunwurzpflanze auf. 

 

 

 

 Der Freesenberg - Hotspot der Artenvielfalt

 

Das Nachtleben auf dem Leopoldshöher Freesenberg offenbart eine Fülle von Falterarten. Bis jetzt hat der Insektenkundler Hans Dudler dort 524 Arten feststellen können, darunter erstaunlich viele Rote-Liste-Arten. 

Die Folge ist, dass das reichhaltige "Nachtfalterangebot"  zahlreiche Fledermäuse anzieht. 

 

In der neuen Rubrik "Nachtleben auf dem Freesenberg" sind erste  Fotos zu sehen, die die Schönheiten der Nacht zeigen.

 

Fotos: Martin Düsterberg

 

Der Turmfalke zählt als ursprünglicher Felsbewohner zu den wenigen Gewinnern der Urbanisierung. Türme, hohe Häuser und Scheunen haben ihm einen zusätzlichen Lebensraum eröffnet. Da er auch viele andere Lebensraumtypen, vor allem Waldränder, besiedeln kann, ist der Turmfalke in Deutschland und in ganz Europa relativ häufig anzutreffen. Zum Jagen benötigt der Turmfalke offene Flächen mit niedriger Vegetation. Nicht selten sieht man ihn auch an Straßenböschungen oder steilen Hängen.
In Leopoldshöhe sind Brutplätze u.a.in Trafohäusern und Kirchtürmen bekannt. 
Dort trift diese Greifvogelart immer wieder auf harte Konkurrenz durch Dohlen - gesellige, treue und überaus intelligente Vögel, die oft sehr "besitzergreifend" auftreten und den Falken den Nistplatz streitig machen.

 

Fotos: Martin Düsterberg

Für NABU-Mitglied Martin Düsterberg ist die Natur ein Erlebnisraum, seine Aufnahmen zeigen die ganze Schönheit der Insekten.

Mithilfe einer Projektförderung durch die Deutsche Postcode Lotterie wertet die NABU-Gruppe derzeit ein ca.2 ha großes Wiesengelände im Ortsteil Bexterhagen ökologisch auf. 

Dort entsteht gerade eine große Streuobstwiese, es werden 2 Gehölzinseln und auch 2 Gehölzstreifen angelegt.

Daneben sollen Bruch-und Lesesteinhaufen sowie Wurzelstubben und  Totholzhaufen Kriechtieren als Unterschlupf dienen und Versteckmöglichkeiten bieten. 

 

Durch die großzügige Unterstützung der Deutschen Postcode-Lotterie ist die Leopoldshöher NABU-Gruppe nun in der Lage, einen bedeutenden Beitrag zum Wiesenschutz zu leisten.

 

In Bexterhagen kann so mithilfe von Fördermitteln durch die Lotterie in Höhe von 5000 € ein ca.2 ha großes Wiesengelände optimal aufgewertet werden.

Zusammen mit einem Eigenanteil von 3000 € stehen dafür insgesamt 8000 € zur Verfügung. 

 

Damit versucht die NABU-Gruppe Leopoldshöhe ein Zeichen zu setzen, indem auf einem alten, brachgefallenen Grünlandstandort ein hochwertiges Biotopgefüge entwickelt werden soll.
Anmerkungen zur Entwicklung und Pflege von solchen wertbestimmenden Biotopstrukturen: - Erhaltung eines unzerschnittenen Landschaftsteiles in seines Gesamtheit (Wertkriterium „relative“ Großflächigkeit als „Trittsteinbiotop“ im Zuge einer Biotopvernetzung) - Erhaltung und Entwicklung von Pufferzonen in ihrer Funktion als Schutz vor Eutrophierung, Emissionen und Störungen aller Art - Das Ziel ist, Gewässerstrukturen für zahlreiche, unterschiedliche Tiere und Pflanzen anzulegen - zum Beispiel „Trittsteinbiotope“ für Amphibien (etwa Kreuzkröte und Bergmolch) - Auch eine Funktion als Rastplatz und Nahrungshabitat für überregional seltene Wasser- und Zugvögel (Kranich, Flussregenpfeifer, Kiebitz) wird angestrebt.

Der eine oder andere kann sich vielleicht noch an die Einwanderung der Wespenspinne (Argiope bruennichi) erinnern. Die war damals in unserer Region auch nicht bekannt. - Jetzt scheint sich eine weitere Art der Webespinnen auf "Expansionskurs" zu befinden, der Dornfinger (Cheiracanthium punctorium). Diese "zutraulichen" Tierchen bevorzugen langrasige Biotope an exponierten Wärmestandorten. An geeigneten Stellen sollte zukünftig auf diese Art, mit ihren charakteristischen Wohngespinsten, geachtet werden. Wir dürfen gespannt sein.

Das nachfolgende Video zeigt ein Dornfinger-Weibchen bei der Nestbewachung

Fotos: Hans Dudler

 

Stickstoffdüngung schadet Faltern

 

Die Düngung von Pflanzen führt zum Schmetterlingssterben: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, an der Prof. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück beteiligt war und die jetzt in der Fachzeitschrift „Oecologia“ veröffentlicht wurde. Gemeinsam mit seinen Co-Autoren Susanne Kunze von der Universität Bayreuth und Thilo Heinken von der Universität Potsdam hat Fartmann darin erstmals belegt, dass die aktuellen Düngeraten in der Landwirtschaft den physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten überschreiten. "Somit trägt die Düngung direkt zum flächendeckenden Rückgang vieler Schmetterlingsarten bei", heißt es in einer Mitteilung der Universität Osnabrück.

 

Ampferspanner

Die landwirtschaftliche Intensivierung gilt als Hauptursache für das flächendeckende Verschwinden vieler Schmetterlingsarten in West-und Mitteleuropa. Der Rückgang der Artenvielfalt wurde dabei häufig mit dem Verlust sowie der zunehmenden Degradierung und Fragmentierung der Habitate in Verbindung gebracht. Direkte Veränderungen der Wirtspflanzenqualität für Insekten blieben dagegen bisher weitgehend unberücksichtigt. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Universitäten Potsdam und Osnabrück zeigen jedoch, das zu hohe Stickstoffkonzentrationen in den Wirtspflanzen zu einer stark erhöhten Sterberate bei Schmetterlingsraupen führen können.


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