Willkommen beim NABU Leopoldshöhe

 

Für Mensch und Natur

 

Die NABU-Gruppe Leopoldshöhe möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen.

Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

 

 

Setzt sich der Frühling durch?

Winterlinge zählen mit zu den ersten Frühblühern. Die schöne Blühpflanze liefert als eine der ersten Pflanzenarten im Jahr Nektar und Pollen. Steigt die Temperatur an sonnigen Wintertagen auf 10 bis 12 °C, öffnen sich die Blüten: An ihnen kann man in diesen Tagen die ersten Bienenanflüge beobachten.

Auch auf dem Acker legt das Wachstum jetzt richtig los. In einem Getreidefeld, das so dicht wie hier ausgesät wurde und bewachsen ist, wird nicht mal ein Hase hoppeln. Er würde dort auch nichts mehr zu fressen finden, dort können, sollen und dürfen sich absolut keine Blüten- pflanzen oder gar Kräuter entwickeln. Wo bliebe auf diesem toten Acker noch ein Platz für den "Vogel des Jahres 2019", die Feldlerche?

Dem Getreide selbst muss viel Aufmerksamkeit gewidmet werden, denn ein derart dichter und hoch wachsender Pflanzenbewuchs bedeutet ein hohe Schädlingsempfindlichkeit und ein enormes Risiko für Pizbefall.

Aber dafür gibt es ja hochwirksame Mittel!

 

 

 

Mergelkuhlen als Amphibienschutzgewässer

 

Unbeeinträchtigte Lebensräume für Amphibien werden in unserer Landschaft immer seltener. Aufgelassene Mergelkuhlen können als Ersatzbiotope für verloren gegangene Tümpel in der Agrarlandschaft eine wichtige Funktion übernehmen - dann, wenn ihr Wasserhaushalt über längere Zeit Bestand hat und wenn sie nicht zu sehr zugewachsen und verlandet sind.

.

 

 

Ein Beitrag zum Artenschutz - Pflege von Amphibiengewässern

 

Amphibiengewässer erfüllen wichtige Funktionen in unserer Landschaft.
Für die Anlage solcher Biotope in Form von  Blänken und Tümpeln bieten sich feuchte, tief gelegene Feuchtwiesen ganz besonders an. Mit der Anlage solcher Gewässer ist es allein allerdings nicht getan.
Da die Gewässerdynamik, die für die Entstehung ständig neuer Gewässer sorgte, heute vielerorts fehlt, brauchen stehende Gewässer (sog. Stillgewässer) Pflege, denn es ist in der Regel notwendig, die Sukzession  aufzuhalten oder zu verlangsamen. Damit sie nicht zuwachsen und verschlammen, muss gelegentlich, möglichst nicht zu spät, eingegriffen werden, um sie in ihrer Funktion zu erhalten oder sie wieder herzustellen.
Je nach Gewässertyp und Zielarten muss die Pflege natürlich unterschiedlich erfolgen. 
Mit der Pflege sollte nicht erst begonnen werden, wenn die Wildnis bereits die Oberhand gewonnen hat. Gerade bei Pioniergewässern, wo das Aufkommen von Vegetation verhindert werden muss, lohnt sich eine regelmässige Pflege (z.B. Zupfen von Weidenschösslingen) schon ab dem ersten Jahr.
Für ausgedehnte Gewässerkomplexe empfiehlt es sich, ein Pflegekonzept mit Zielvorgaben auszuarbeiten.
Je kleiner ein Gewässer ist, desto häufiger drängen sich Pflegemassnahmen auf. In Gartenteichen mit einem geringen Wasservolumen beugt ein regelmässiges Entfernen der abgestorbenen Unterwasserpflanzen oder des Laubes einem Sauerstoffmangel in den Wintermonaten vor.  
Das Schneiden von Vegetation, damit mehr Licht auf die Wasserfläche fällt, ist prinzipiell immer eine sinnvolle Massnahme. Es gilt zu verhindern, dass Gewässer mit Röhricht zuwachsen oder durch aufkommende Büsche und Bäume stark beschattet werden.
Massnahmen im Gewässer (z.B. Ausbaggern des Schlamms) sollten nicht auf der gesamten Weiherfläche stattfinden, so dass ein Teil der Flora und Fauna auf einer Teilfläche erhalten bleibt, von der aus der Rest der Fläche wieder besiedelt werden kann.
Idealerweise findet die Weiherpflege rotierend statt, wenn mehrere Gewässer vorhanden sind, so dass ein Mosaik an Gewässern in verschiedenen Sukzessionsstadien erhalten wird.

Schutzaktivitäten für die gefährdeten Amphibienarten, für Kröten, Frösche und Molche,sollten verstärkt in Gegenden stattfinden, wo die Chancen einer spontanen Wiederbesiedlung gegeben sind.

 

 Wer mitmachen möchte bei der Pflege von Gewässern oder bereit ist, mitzuhelfen bei der Amphibienzaunbetreuung, kann sich melden unter

 

www.nabu-leopoldshoehe.de

 

 

Vor Jahren renaturiertes Kleingewässer in Evenhausen, das sich gut entwickelt hat.

 

Wo die Behaarte Karde in Leopoldshöhe in feuchten Waldbereichen, meist in Gewässernähe, vorkommt, findet man sie durchweg in großer Anzahl.

In Deutschland ist diese Art zerstreut bis selten, im Norden fehlt sie ganz.

Die Blüten der zweijährigen Pflanze werden gerne von Insekten aufgeflogen,  jedoch bevorzugt von Hummeln bestäubt.

 

Stickstoffdüngung schadet Faltern

 

Die Düngung von Pflanzen führt zum Schmetterlingssterben: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, an der Prof. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück beteiligt war und die jetzt in der Fachzeitschrift „Oecologia“ veröffentlicht wurde. Gemeinsam mit seinen Co-Autoren Susanne Kunze von der Universität Bayreuth und Thilo Heinken von der Universität Potsdam hat Fartmann darin erstmals belegt, dass die aktuellen Düngeraten in der Landwirtschaft den physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten überschreiten. "Somit trägt die Düngung direkt zum flächendeckenden Rückgang vieler Schmetterlingsarten bei", heißt es in einer Mitteilung der Universität Osnabrück.

 

Ampferspanner

Die landwirtschaftliche Intensivierung gilt als Hauptursache für das flächendeckende Verschwinden vieler Schmetterlingsarten in West-und Mitteleuropa. Der Rückgang der Artenvielfalt wurde dabei häufig mit dem Verlust sowie der zunehmenden Degradierung und Fragmentierung der Habitate in Verbindung gebracht. Direkte Veränderungen der Wirtspflanzenqualität für Insekten blieben dagegen bisher weitgehend unberücksichtigt. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Universitäten Potsdam und Osnabrück zeigen jedoch, das zu hohe Stickstoffkonzentrationen in den Wirtspflanzen zu einer stark erhöhten Sterberate bei Schmetterlingsraupen führen können.

Seideneulchen

In der Untersuchung wurden in einem experimentellen Ansatz die Überlebenschancen von insgesamt sechs weitverbreiteten Tag- und Nachtfalterarten darunter Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas), Seideneulchen (Rivula sericealis) und Ampferspanner (Timandra comae) unter verschiedenen Düngeszenarien untersucht. Die Stickstoffgaben entsprachen dabei den in der mitteleuropäischen Landwirtschaft aktuell üblichen Düngemengen. Die Düngung hat dabei zu einer Zunahme des Stickstoffgehalts in den Wirtspflanzen und gleichzeitig zu einer deutlich erhöhten Mortalität der Schmetterlingsraupen aller Modellarten geführt. Mit den Forschungsergebnissen liegt nun erstmalig ein Beleg vor, dass die heutzutage üblichen Düngemengen physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten überschreiten dürften. Es ist somit davon auszugehen, dass die Düngung und atmosphärische Stickstoffdepositionen durch ihren Einfluss auf die Wirtspflanzenqualität direkt zum flächendeckenden Rückgang vieler Schmetterlingsarten beitragen. Die hier wissenschaftlich fundiert herausgefunden Resultate bestätigen allerdings die seit langer Zeit bei Schmetterlingskundlern bekannte Tatsache, dass auf stark gedüngten Flächen nur wenige Arten vorkommen. So verläuft beispielsweise die Raupensuche auf Intensivgrünland in aller Regel ergebnislos. 

Die Intensivierung der Landwirtschaft mit der damit einher gehenden Erhöhung des Nährstoffgehaltes durch Düngung setzt auch dem Schmetterling des Jahres 2019, dem Schachbrett zu.

Demgegenüber finden sich auf Extensivgrünland, z. B. Magerrasen, dürftigem, ungedüngtem Weideland oder grasigen Brachen, oft große Mengen der unterschiedlichsten Schmetterlingsarten.

 

 

Winterfotos: Hans Dudler

Den Violetten Knorpel-Schichtpilz findet man ganzjährig oft massenhaft auf zahlreichen Laubholzarten. Besonders deutlich tritt der Pilz auf den Schnittstellen von gelagertem Buchen-und Pappelholz auf, an frisch geschlagenem Holz zählt er zu den Erstbesiedlern.
In Waldbeständen des nordostdeutschen Tieflandes laufen Versuche, diesen Pilz als "Bioherbizid" bei der lokalen Bekämpfung der invasiven Spätblühenden Traubenkirsche einzusetzen.Mit diesem Instrument bestände eine Möglichkeit, die Spätblühende Traubenkirsche gezielt in Gebieten mit besonderer Priorität, z.B. FFH, NSG, Pufferzonen oder Waldumbauflächen, umweltverträglich zu reduzieren bzw. P. serotina deutlich in ihrer Konkurrenzkraft zu schwächen.


Machen Sie uns stark

Online spenden

Naturschutzjugend

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene machen "action for nature" Mehr