Willkommen beim NABU Leopoldshöhe

 

Für Mensch und Natur

 

Die NABU-Gruppe Leopoldshöhe möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen.

Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Mit Glyphosat behandelter Acker neben einem Schutzgebiet in Bexterhagen im März 2019

 

Landwirtschaftliche Nutzfläche

16,7 Mio.Hektar  ohne Glyphosat-Einsatz

 4,4 Mio.Hektar mit Glyphosat -Einsatz (2014)

 

Glyphosat wurde nachgewiesen in

Getreide,Grundwasser, Tierfutter, Weine & Säfte, Bier, Urin

 

 

 

Wie heißt diese schöne Blütenpflanze, die man noch vereinzelt an der Ostseeküste, auf Rügen und Usedom auf Waldlichtungen und an Waldrändern finden kann? Sie zählt zu den Halbschmarotzern.

 

 

Hummeln sind ausgezeichnete, für den Menschen immens wichtige Bestäuber. Leider sind sie stark gefährdet.

Wir geben Hinweise zu Blütenpflanzen, mit denen Hummeln und auch Wildbienen wirksam geholfen werden kann.

 

Näheres in der Rubrik "Hummelpflanzen".

 

 

 

Foto: Martin Düsterberg

Birkenzeisig

Foto: Martin Düsterberg

Goldammer

 

Kleiner Saurier-

 

Der farbenprächtige Bergmolch ist Lurch des Jahres 2019

Foto: Dennis Wolter

Bergmolch, Männchen 

 

Auch wenn er nicht auf Bäume klettert: Im Wald fühlt sich der Bergmolch am wohlsten. Seinen Namen trägt er dennoch zu recht, denn er wagt sich hoch hinaus – in den Alpen steigt er bis 2000 Meter Höhe und mehr. In Deutschland ist der Bergmolch weit verbreitet, im Norden ist er allerdings seltener und große Teile des Nordostens sind unbesiedelt.
Als Botschafter für alle Bewohner von Feuchtgebieten soll der Bergmolch auf die Gefährdung dieser Lebensräume aufmerksam machen.

 

Im Frühjahr hat es der Bergmolch eilig. Bei günstiger Witterung ab Mitte Februar, ab fünf Plusgraden und hoher Feuchtigkeit. Je später im Jahr, desto weniger achten die Tiere auf gute Bedingungen. Sie wollen einfach nur noch los, koste es, was es wolle. Schließlich geht es darum, sich erfolgreich fortzupflanzen.
 Und da bestraft Zuspätkommer bekanntlich das Leben. Was das Laichgewässer betrifft, sind Bergmolche nicht sehr wählerisch. Sie benötigen Verstecke, und sie brauchen Unterwasservegetation, an die sie ihre Eier anheften können. Das kann in Weihern sein, aber auch in wassergefüllten Wurzeltrichtern, in Pfützen ebenso wie an ruhigen Bachrändern. Auch Gartenteiche besuchen Bergmolche gern. Einmal am Gewässer angekommen, haben es die Molche plötzlich gar nicht mehr eilig. Das hat zwei Gründe. Zum einen sind sie zunächst dabei, von der Land-in die Wassertracht zu wechseln. Dabei erneuern sie ihre Haut, auf die eher raue Landhaut folgt eine weiche Wasserhaut, außerdem bildet sich das farbenprächtige Balzkleid. Das kostet Kraft und die Energiereserven fressen sich die Molche erst im Wasser an. Dort machen sie erfolgreicher Beute als an Land.
Bergmolche ernähren sich räuberisch und fressen hauptsächlich Insekten und deren Larven. Aber auch Krebstiere und Würmer aller Art sowie Fisch- und Amphibieneier stehen auf ihrer Speisekarte. An Land fressen sie auch Spinnentiere und Schnecken.

Foto: Dennis Wolter

Bergmolch, Weibchen

 

Ihre Eier legen die Weibchen an Wasserpflanzen ab oder einfach ins Falllaub. Die Larven schlüpfen nach zwei bis vier Wochen und entwickeln sich innerhalb von drei Monaten zu fertigen Molch. Die Larven ebenso wie die erwachsenen Bergmolche leben ausschließlich räuberisch. Umgekehrt sind aber auch sie beliebte Beute von Fischen, Störchen und Graureihern. Als Waldbewohner ist dem Bergmolch am besten mit dem Schutz und der Wiederherstellung strukturreicher Laubwälder gedient. Wurzelteller und Totholz bieten ihm Tages-und Überwinterungsverstecke und können auch als Trittsteinbiotope zur Ausbreitung beitragen. Hecken und Feldgehölze, aber auch Staudenfluren oder Gräben sind für die Molche wichtig, besonders in  der Nähe der Laichgewässer, da die Tiere keine allzu großen Wege zurücklegen. Neue Gewässer besiedeln Bergmolche sehr schnell. Daneben müssen aber bestehende Tümpel und Teiche erhalten bleiben – und  wenn nötig, gepflegt werden. Die beste Zeit für Pflegemaßnahmen ist der Frühherbst, da sich zu dem Zeitpunkt kaum Amphibien in den Gewässern befinden. Von Zeit zu Zeit ist es nötig, Schwimmpflanzen zu reduzieren, zu Entkrauten. Gegebenenfalls ist ein Ausbaggern einzuplanen, um eine Gewässerverlandung zu verhindern.
Fressen und gefressen werden – wie bei Gewässern in der freien Landschaft gilt dies gleichermaßen für den Lebensraum Gartenteich. Ist er mit Fischen besetzt, wird man leider vergeblich nach Nachwuchs von Molchen, Fröschen und Kröten suchen.
Durch seine plakative Färbung eignet sich der Bergmolch ideal, um stellvertretend auf Amphibienrückgänge aufmerksam zu machen, betont der NABU Leopoldshöhe. Viele Kinder machten mit ihm im Schul- oder Gartenteich schon ihre ersten Amphibienerfahrungen, lernten die Tiere dabei oft überhaupt erst kennen und schätzen.

Foto: Dagmar Elbracht

 

 

Folge immer milderer Winter

 

Das Taubenschwänzchen wird zunehmend in Deutschland heimisch

 

 

Im Garten von Dagmar Elbracht fand sich an einem blühenden und duftenden Winterschneeball-Strauch jetzt Ende Februar neben einigen Tagfaltern, Hummeln und Bienen auch ein Taubenschwänzchen ein.

Das beigefügte Foto ist zwar nicht von bester Qualität, aber es ist klar ersichtlich, dass es sich bei dem Fluginsekt auf dem Bild zweifelsfrei um ein Taubenschwänzchen handelt.

Diese Schmetterlingsart hat von dem milden Winter in unserer Region profitiert und diese Zeit als Falter hier gut überstanden.

Die Vorsitzende der NABU-Ortsgruppe Blomberg, Christiane Stolz, beobachtete im Sommer und Herbst bei Nachbarn und bei sich im Garten regelmäßig Taubenschwänzchen, u.a. an Thymian. Vor einigen Tagen,am 25.Februar gegen 16.30 Uhr entdeckte sie ein Exemplar am ihrem Winter-Schneeball.

 

Für überwinternde, früh fliegende Arten ist es wichtig, dass gerade auch in den Gärten ein ausreichendes Blütenangebot für die Tiere vorhanden ist.

 

Es gibt einige empfehlenswerte Gehölze, Stauden und Knollenpflanzen, die oft schon im Spätwinter zur Blüte kommen können, intensiv duften und gerne von Insekten aufgesucht werden..

 

 

Foto: Petra Gehle

 

Taubenschwänzchen an Geißblatt

Gewässerlebensräume in Leopoldshöhe

Fotos: Rüdiger Fussy

 

 

 

Zuckerlösung und Nistkästen für ihre Majestät

 

Im Frühjahr Hummel-Königinnen beim Start in die Saison helfen

Ackerhummel

 

 

Während bei den Honigbienen immer auch einige Arbeiterinnen den Winter überleben, sterben bei den Hummeln außer der bereits begatteten Jungkönigin alle Tiere im Herbst ab. Im zeitigen Frühjahr suchen die Königinnen einen Nistplatz, um dort ein neues Volk zu gründen.

Anders als bei der Honigbiene, wo immer auch einige Arbeiterinnen den Winter überleben, sterben bei den Hummeln außer der bereits begatteten Jungkönigin alle anderen Tiere im Herbst ab. Im zeitigen Frühjahr gehen die Königinnen auf die Suche nach einem Nistplatz, an dem sie ein neues Hummelvolk gründen können. Dazu werden Totholzhaufen, Steinspalten und Mäuselöcher gründlich inspiziert, manchmal auch Vogelnester oder gar Hausisolierungen. 
Dabei zehren die Jungköniginnen zunächst noch von Nahrungsvorräten aus dem Vorjahr, den sie in ihrem Honigmagen eingelagert haben. Bald aber sind die Vorräte aufgebraucht und dann ist es wichtig, dass rechtzeitig und in ausreichendem Maß nektarspendende Blüten zur Verfügung stehen. Zur Entwicklung der Eierstöcke fressen die Königinnen außerdem auch Blütenpollen.
Einige Hummelarten können selbst in alpinen und arktischen Regionen überleben, weil ihr massiger Körper eine relativ geringe Oberfläche aufweist. Durch ihre Flugmuskulatur, besitzen sie eine ausgeklügelte Heizung und auch die dichte Behaarung hilft ihnen, Energie zu sparen. Dennoch machen Schlechtwetterphasen unseren heimischen Hummeln stark zu schaffen - auch weil dann viele Pflanzen ihren Blüten nicht öffnen und Nahrungsmangel herrscht.
Findet man eine entkräftete Hummelkönigin im Garten oder auf der Terrasse, lässt sich dem Tierchen recht einfach helfen. Man kann Ihre Majestät mit bloßen Händen oder einem Stück Papier vorsichtig aufheben. Dann sollte man einen halben Teelöffel Zucker in etwas lauwarmem Wasser auflösen und dem Tier per Löffel anbieten. Innerhalb einiger Minuten kann sich die Hummel mit ihrem langen Saugrüssel mit bis zu einem Drittel Teelöffel Energie betanken. Wer jetzt im zeitigen Frühjahr einer Hummelkönigin hilft, rettet nicht nur ein einziges Tier, sondern gleich einen ganzen, noch im Entstehen begriffenen Hummelstaat.
Ist ein neues Quartier gefunden, baut die Königin ihre erste Wabe, legt einige erste Eier und versorgt die daraus schlüpfenden Larven mit Pollen, den sie an Blüten sammelt. Für sich selbst braucht sie Nektar, den sie als Schlechtwettervorrat zu Honig umwandelt und in Wachstöpfchen lagert.
Gerne nehmen Hummeln menschengemachte Nistkästen an. Solche Unterkünfte lassen sich problemlos selbst basteln, auch der Fachhandel bieten Nistkästen an. Die Ansprüche der Hummelarten sind so unterschiedlich, dass es sinnvoll ist, unterschiedliche Nisthilfen herzurichten. Der Erdhummelkasten wird eingegraben und mittels einer Röhre mit der Oberfläche verbunden.

Salweiden gehören zu den wenigen Pflanzen, die bereits sehr früh blühen, deren Duft Hummelköniginnen, Bienen und überwinternde Tagfalter anlocken.
Es gibt weibliche und männliche Bäume, erstere produzieren zuckerreichen Nektar, die männlichen Kätzchen besuchen die Königinnen, um sich mit proteinreichen Pollen einzudecken. 

Auch wenn es nochmal kalt werden sollte - wir bleiben zusammen!

Auch auf dem Acker legt das Wachstum jetzt richtig los. In einem Getreidefeld, das so dicht wie hier ausgesät wurde und bewachsen ist, wird nicht mal ein Hase hoppeln. Er würde dort auch nichts mehr zu fressen finden, dort können, sollen und dürfen sich absolut keine Blüten- pflanzen oder gar Kräuter entwickeln. Wo bliebe auf diesem toten Acker noch ein Platz für den "Vogel des Jahres 2019", die Feldlerche?

Dem Getreide selbst muss viel Aufmerksamkeit gewidmet werden, denn ein derart dichter und hoch wachsender Pflanzenbewuchs bedeutet ein hohe Schädlingsempfindlichkeit und ein enormes Risiko für Pizbefall.

Aber dafür gibt es ja hochwirksame Mittel!

 

Dass es auch anders geht, ist auf diesem Foto zu sehen. Links erkennt man eine Brache, auf der Kornrade wächst, der grasige Streifen in der Mitte sieht zwar wie ein Feldweg aus, ist aber ein Randstreifen. Sowas findet man bei dem Landwirt zwischen jedem einzelnen Feld. Und  auf der rechten Seite wächst Gerste, man achte auf den Reihenabstand. Da wurde noch Platz gelassen für Lerchen, Rebhühner und dergl.!

 

 

 

Mergelkuhlen als Amphibienschutzgewässer

 

Unbeeinträchtigte Lebensräume für Amphibien werden in unserer Landschaft immer seltener. Aufgelassene Mergelkuhlen können als Ersatzbiotope für verloren gegangene Tümpel in der Agrarlandschaft eine wichtige Funktion übernehmen - dann, wenn ihr Wasserhaushalt über längere Zeit Bestand hat und wenn sie nicht zu sehr zugewachsen und verlandet sind.

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Ein Beitrag zum Artenschutz - Pflege von Amphibiengewässern

 

Amphibiengewässer erfüllen wichtige Funktionen in unserer Landschaft.
Für die Anlage solcher Biotope in Form von  Blänken und Tümpeln bieten sich feuchte, tief gelegene Feuchtwiesen ganz besonders an. Mit der Anlage solcher Gewässer ist es allein allerdings nicht getan.
Da die Gewässerdynamik, die für die Entstehung ständig neuer Gewässer sorgte, heute vielerorts fehlt, brauchen stehende Gewässer (sog. Stillgewässer) Pflege, denn es ist in der Regel notwendig, die Sukzession  aufzuhalten oder zu verlangsamen. Damit sie nicht zuwachsen und verschlammen, muss gelegentlich, möglichst nicht zu spät, eingegriffen werden, um sie in ihrer Funktion zu erhalten oder sie wieder herzustellen.
Je nach Gewässertyp und Zielarten muss die Pflege natürlich unterschiedlich erfolgen. 
Mit der Pflege sollte nicht erst begonnen werden, wenn die Wildnis bereits die Oberhand gewonnen hat. Gerade bei Pioniergewässern, wo das Aufkommen von Vegetation verhindert werden muss, lohnt sich eine regelmässige Pflege (z.B. Zupfen von Weidenschösslingen) schon ab dem ersten Jahr.
Für ausgedehnte Gewässerkomplexe empfiehlt es sich, ein Pflegekonzept mit Zielvorgaben auszuarbeiten.
Je kleiner ein Gewässer ist, desto häufiger drängen sich Pflegemassnahmen auf. In Gartenteichen mit einem geringen Wasservolumen beugt ein regelmässiges Entfernen der abgestorbenen Unterwasserpflanzen oder des Laubes einem Sauerstoffmangel in den Wintermonaten vor.  
Das Schneiden von Vegetation, damit mehr Licht auf die Wasserfläche fällt, ist prinzipiell immer eine sinnvolle Massnahme. Es gilt zu verhindern, dass Gewässer mit Röhricht zuwachsen oder durch aufkommende Büsche und Bäume stark beschattet werden.
Massnahmen im Gewässer (z.B. Ausbaggern des Schlamms) sollten nicht auf der gesamten Weiherfläche stattfinden, so dass ein Teil der Flora und Fauna auf einer Teilfläche erhalten bleibt, von der aus der Rest der Fläche wieder besiedelt werden kann.
Idealerweise findet die Weiherpflege rotierend statt, wenn mehrere Gewässer vorhanden sind, so dass ein Mosaik an Gewässern in verschiedenen Sukzessionsstadien erhalten wird.

Schutzaktivitäten für die gefährdeten Amphibienarten, für Kröten, Frösche und Molche,sollten verstärkt in Gegenden stattfinden, wo die Chancen einer spontanen Wiederbesiedlung gegeben sind.

 

 Wer mitmachen möchte bei der Pflege von Gewässern oder bereit ist, mitzuhelfen bei der Amphibienzaunbetreuung, kann sich melden unter

 

www.nabu-leopoldshoehe.de

 

 

Vor Jahren renaturiertes Kleingewässer in Evenhausen, das sich gut entwickelt hat.

 

Wo die Behaarte Karde in Leopoldshöhe in feuchten Waldbereichen, meist in Gewässernähe, vorkommt, findet man sie durchweg in großer Anzahl.

In Deutschland ist diese Art zerstreut bis selten, im Norden fehlt sie ganz.

Die Blüten der zweijährigen Pflanze werden gerne von Insekten aufgeflogen,  jedoch bevorzugt von Hummeln bestäubt.

 

Stickstoffdüngung schadet Faltern

 

Die Düngung von Pflanzen führt zum Schmetterlingssterben: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, an der Prof. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück beteiligt war und die jetzt in der Fachzeitschrift „Oecologia“ veröffentlicht wurde. Gemeinsam mit seinen Co-Autoren Susanne Kunze von der Universität Bayreuth und Thilo Heinken von der Universität Potsdam hat Fartmann darin erstmals belegt, dass die aktuellen Düngeraten in der Landwirtschaft den physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten überschreiten. "Somit trägt die Düngung direkt zum flächendeckenden Rückgang vieler Schmetterlingsarten bei", heißt es in einer Mitteilung der Universität Osnabrück.

 

Ampferspanner

Die landwirtschaftliche Intensivierung gilt als Hauptursache für das flächendeckende Verschwinden vieler Schmetterlingsarten in West-und Mitteleuropa. Der Rückgang der Artenvielfalt wurde dabei häufig mit dem Verlust sowie der zunehmenden Degradierung und Fragmentierung der Habitate in Verbindung gebracht. Direkte Veränderungen der Wirtspflanzenqualität für Insekten blieben dagegen bisher weitgehend unberücksichtigt. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Universitäten Potsdam und Osnabrück zeigen jedoch, das zu hohe Stickstoffkonzentrationen in den Wirtspflanzen zu einer stark erhöhten Sterberate bei Schmetterlingsraupen führen können.

Seideneulchen

In der Untersuchung wurden in einem experimentellen Ansatz die Überlebenschancen von insgesamt sechs weitverbreiteten Tag- und Nachtfalterarten darunter Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas), Seideneulchen (Rivula sericealis) und Ampferspanner (Timandra comae) unter verschiedenen Düngeszenarien untersucht. Die Stickstoffgaben entsprachen dabei den in der mitteleuropäischen Landwirtschaft aktuell üblichen Düngemengen. Die Düngung hat dabei zu einer Zunahme des Stickstoffgehalts in den Wirtspflanzen und gleichzeitig zu einer deutlich erhöhten Mortalität der Schmetterlingsraupen aller Modellarten geführt. Mit den Forschungsergebnissen liegt nun erstmalig ein Beleg vor, dass die heutzutage üblichen Düngemengen physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten überschreiten dürften. Es ist somit davon auszugehen, dass die Düngung und atmosphärische Stickstoffdepositionen durch ihren Einfluss auf die Wirtspflanzenqualität direkt zum flächendeckenden Rückgang vieler Schmetterlingsarten beitragen. Die hier wissenschaftlich fundiert herausgefunden Resultate bestätigen allerdings die seit langer Zeit bei Schmetterlingskundlern bekannte Tatsache, dass auf stark gedüngten Flächen nur wenige Arten vorkommen. So verläuft beispielsweise die Raupensuche auf Intensivgrünland in aller Regel ergebnislos. 

Die Intensivierung der Landwirtschaft mit der damit einher gehenden Erhöhung des Nährstoffgehaltes durch Düngung setzt auch dem Schmetterling des Jahres 2019, dem Schachbrett zu.

Demgegenüber finden sich auf Extensivgrünland, z. B. Magerrasen, dürftigem, ungedüngtem Weideland oder grasigen Brachen, oft große Mengen der unterschiedlichsten Schmetterlingsarten.

 

 

Winterfotos: Hans Dudler

Den Violetten Knorpel-Schichtpilz findet man ganzjährig oft massenhaft auf zahlreichen Laubholzarten. Besonders deutlich tritt der Pilz auf den Schnittstellen von gelagertem Buchen-und Pappelholz auf, an frisch geschlagenem Holz zählt er zu den Erstbesiedlern.
In Waldbeständen des nordostdeutschen Tieflandes laufen Versuche, diesen Pilz als "Bioherbizid" bei der lokalen Bekämpfung der invasiven Spätblühenden Traubenkirsche einzusetzen.Mit diesem Instrument bestände eine Möglichkeit, die Spätblühende Traubenkirsche gezielt in Gebieten mit besonderer Priorität, z.B. FFH, NSG, Pufferzonen oder Waldumbauflächen, umweltverträglich zu reduzieren bzw. P. serotina deutlich in ihrer Konkurrenzkraft zu schwächen.


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