Jetzt ist die Zeit der Heidelibellen, von denen es bei uns neun Arten gibt. Davon haben fünf Arten helle Längsstreifen an den Beinen, vier Arten haben komplett schwarze Beine.

Es ist nicht immer leicht, die Arten genau zu bestimmen. 

Farben sind zur Bestimmung völlig ungeeignet.

Fest steht jedenfalls:

Gute Fotos erleichtern die Art-und Geschlechtererkennung. 

 

Die Libellen flogen am großen Regenrückhaltebecken am Krähenholz, Fotos:Martin Düsterberg

 

 

Nicht sehr häufig anzutreffen - der Nierenfleck-Zipfelfalter

Heidrun Mühlberger von der Leopoldshöher NABU-Gruppe staunte nicht schlecht, als sie auf einer Tomatenpflanze ein Weibchen vom Nierenfleck-Zipfelfalter entdeckte.

Mit Schmetterlingen kennt sie sich sehr gut aus, schließlich hat sie mehrere Jahre beim Tagfalter-Monitoring NRW mitgemacht und Falter gezählt.

Diese zu den Bläulingen zählende Schmetterlingsart ist kaum bekannt, man sieht die Falter eher selten. 

Am ehesten kann man im Winter in Blattachseln von Schlehen die dort angehefteten Eier vom Nierenfleck-Zipfelfalter entdecken.

 

 

Falterfotos, aufgenommen von Petra Gehle

 

 

Unterschiedliche, mit Hilfe der NABU-Gruppe geschaffene Biotopstrukturen machen das Wiesengelände Winter in Bexterhagen zu einem wertvollen Lebensraumkomplex.

Auf diesen Fotos von Martin Düsterberg ist das unschwer zu erkennen!

 

 

 

Tolle Preise für glückliche Gewinnerinnen

 

 

Wiebke Fehling ist eines von drei Mädchen, die während des Aktionstages Umwelt auf dem Heimathof beim NABU-Natur-Quiz alle Fragen richtig gelöst und ein Badehandtuch mit einem Naturfoto gewonnen haben.

Auf dem Foto zeigt sie das gute Stück begeistert in die Kamera.

Franziska Sticking und Silke Kieslich zählen ebenso zu den Gewinnerinnen.

 

Erfolgreiche Hilfeleistung für durch Hitze und Unwetter in Not geratene Mauersegler

Erst war es ein Mauersegler, der infolge großer Hitze sein Quartier unter Dachpfannen verlassen hatte und ziemlich hilflos in einem Garten in Kachtenhausen auf einer Rasenfläche gelandet war.

 

Zwei weitere Segler waren während eines nächtlichen Gewittersturmes abgestürzt, hockten geschützt an der Hauswand und in einem Lichtschacht.

 

Nach zwei Tagen Betreuung wurden die drei Mauersegler auf dem Modellfluggelände in Evenhausen von Fynn und Nele an den Start gebracht und konnten sich dank ihrer Hilfe ungehindert in die Luft erheben.

 

Eine gelungene Rettungsaktion

 

Foto: Petra Gehle

 

Diese Waldohreule ruhte tagsüber ziemlich regungslos und damit unauffällig in einem Apfelbaum im Garten von NABU Mitglied Klaus Lange.

Obwohl: Sie beobachtete gut und ihr entging nichts, was so im Garten passierte!

 

Fotos: Petra Gehle

 

Junge Turmfalken reißen immer das Maul auf, sind ständig hungrig und müssen unentwegt gefüttert werden. Dieser Brutplatz befindet sich auf dem Gut Eckendorf.

 

 

Der Natur auf der Spur -

 

Aktionstag Umwelt auf dem Heimathof

 

 

 

Exkursion von Mitgliedern des NABU Lippe

 

auf dem Freesenberg

 

NABU legt Kleingewässer in Bechterdisser Wiesental an

 

Mit Hilfe einer Förderung durch die Adolf-Deppe-Stiftung konnte die NABU-Gruppe auf einem landschaftsgeschützten Privatgelände in Bechterdissen mit Zustimmung der unteren Landschaftsbehörde in einem Wiesental recht kurzfristig ein Kleingewässer anlegen lassen.

Der Standort ist gut gewählt, Amphibien können sich dort entwickeln, ohne dass sie während der Wanderzeiten durch Straßenverkehr gefährdet sind.

Die Wiesenbereiche gelten als insektenreich.

Für Vögel, Amphibien, Libellen ist der Tisch dort reich gedeckt.

 Auch der Bachlauf wurde bei der Gelegenheit ausgetieft

Sofort nach Fertigstellung des Gewässers tauchen die ersten Libellen auf.

Hier ist es ein Plattbauch, eine Libelle, die zu den ersten Arten gehört, die sich an neu angelegten stehenden Gewässern, vor allem kleinen Tümpeln und Teichen einstellen und da auch ihre Entwicklung vollenden. Das Foto zeigt ein Männchen.

So sieht das Wiesengewässer in diesem Tagen, jetzt in der letzten Juniwoche, aus.

Sollte es in den nächsten Tagen nicht regnen, droht es auszutrocknen.

Auch der nebenan verlaufende Pansbach führt kaum noch Wasser.

 

Fotos: Petra Gehle 

 

 

Bestäuber auf Blütenbesuch, Insekten im Garten und am Hinnaksteich

Fotos: Martin Düsterberg

 

 

 

 

 

Gewässerschutz im

Windwehetal

durchkreuzt Naturschutzziele

 

Wasserwirtschaftliche Einstufung der Windwehe als erheblich verändertes Gewässer.

Zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) an der Windwehe in Bielefeld und Leopoldshöhe,

Teil I

 

Abb.1: Windwehe an der Grenze  zwischen Bielefeld und Leopoldshöhe

Die Windwehe entspringt im Kreis Lippe, erreicht in Heepen Bielefelder Stadtgebiet und mündet nahe der Eckendorfer Straße in die Weserlutter. Große Teile der Bachaue stehen unter Naturschutz. Aufgrund der ökologischen Bedeutung besonders für den Biotopverbund haben die Naturschutzverbände eine Ausweisung als "Bereich zum Schutz der Natur" (BSN) im Regionalplan gefordert.  Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) müssen alle Gewässer bis 2027 einen guten ökologischen Zustand aufweisen. Von dieser gesetzlichen Verpflichtung ist an der Windwehe, trotz der Unterschutzstellung, noch auf großen Teilabschnitten nicht viel zu erkennen. 

Schutzziele im NSG Windwehetal

Das Schutzziel des im Jahre 1998 vom Kreis Lippe ausgewiesenen Naturschutzgebietes Windwehetal mit der Bezeichnung LIP-037 ist der Erhalt und die Optimierung eines morphologisch besonders ausgeprägten Talsystems mit naturnahem Bach, Ufergehölzen und Auwaldbeständen sowie Wiederherstellung extensiv genutzter, tlw. feuchter Grünlandflächen. An der Kreisgrenze zu Bielefeld (Abb. 1) schließt sich das schon seit 1991 bestehende NSG BI-018 Windweheniederung der Stadt Bielefeld an. Hier wird das Schutzziel mit dem Erhalt und der Optimierung einer naturnahen Bachniederung mit Ufergehölzen und natürlichen Saumgesellschaften, Erhaltung der Fließgewässerdynamik mit Mäandern, Gleit- und Prallufern angegeben.

 

Dem steht die Einstufung der Windwehe mit der Gewässernummer 46462 als erheblich verändertes Gewässer (HMWB, aus dem engl. “heavily modified water body” abgeleitetes Kurzzeichen) im Bewirtschaftungsplan 2022 – 2027 (s. Linksammlung) zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) entgegen, wonach gegenüber dem eigentlich geforderten guten Zustand des Gewässers nur eine abgeschwächtes Ziel erreicht werden muss. Gründe der Landentwässerung und des Hochwasserschutzes sollen dafür ausschlaggebend sein. Die Begründung für diese sogenannte Fallgruppe ist im Plan nicht auffindbar. Auch für alle weiteren HMWB-Gewässer in NRW fehlt die zu Beginn der neuen Bewirtschaftungsphase nochmalige Begründung dieser Einstufung. Der neue Bewirtschaftungsplan des Landes Hessen beispielsweise enthält für jeden als erheblich verändert ausgewiesenen Wasserkörper eine ausführliche Begründung der Einstufung.

Kritische Stellungnahmen zur Einstufung blieben schon 2008 unbeachtet

Abb.2: Degradierter Abschnitt der Windwehe im Oberlauf

 

Nach den ersten 3 Fließkilometern im Oberlauf der Windwehe mit stark überformten (Abb.2), aber auch naturnahen Abschnitten (Abb.3) erstreckt sich das gemeinsame Naturschutzgebiet des Kreises Lippe und der Stadt Bielefeld über insgesamt 8 km bis kurz vor der Mündung in die Weser-Lutter. Schon im Jahre 2008 in der ersten öffentlichen Beteiligungsphase zum damaligen Entwurf des Bewirtschaftungsplans wurde die Einstufung der Windwehe beanstandet. Das wiederholte sich in der zweiten und auch im letzten Jahr bei der dritten Beteiligung, ohne dass die Einstufung korrigiert wurde, wie der jetzt gültige Bewirtschaftungsplan belegt.

Abb. 3: Naturnaher Abschnitt der Windwehe im Oberlauf

In den Stellungnahmen zum Entwurf dieses Bewirtschaftungsplans wurde deutlich gefordert, die HMWB-Überprüfung der Windwehe zu Beginn der 3. Umsetzungsphase offenzulegen und ggf. eine Anpassung der Einstufung zu NWB (natürlicher Wasserkörper) vorzunehmen. Der Wasserkörper ist ein Fachbegriff der WRRL. Mit ihm wird die kleinste zu bewirtschaftende Einheit erfasst. Hier ist das die ganze Windwehe.

 

Der Blick in den Steckbrief des Bewirtschaftungsplans 2022-2027 bestätigt, dass dieser Bach jetzt erneut und  verbindlich als erheblich verändert eingestuft worden ist. Bei der gegebenen guten Ausstattung des Naturschutzgebietes und dem vorhandenen Platz für eine dynamische Gewässerentwicklung ist das unplausibel. Nachfolgend wird diese Sicht vertieft.

Neue Strukturkartierdaten spielten für die Überprüfung der Einstufung keine Rolle

Im Kapitel 13.1.2.1 des dritten Bewirtschaftungsplans wird ausgeführt, dass bei der Aktualisierung auf eine überarbeitete Datenbasis zurückgegriffen werden konnte. Die umfangreichen Nach- bzw. Neukartierungen der Gewässerstruktur hatten in wenigen Fällen eine Anpassung der Gewässereinstufung zur Folge, heißt es dort.

 

Die Strukturen der Windwehe wurden nach 2012 im Jahre 2020 auf ganzer Länge neu kartiert. Der Steckbrief des jetzt verbindlichen Bewirtschaftungsplans zeigt eine Häufigkeitsverteilung der Gewässerstruktur,  die nach einem Datenabgleich im ELWASWEB-NRW zur Kartierung 2012 passt (siehe dazu die Abb. 4). Eine Überprüfung der Gewässereinstufung auf Basis der Neukartierung ist daher wohl nicht erfolgt. Wer sich ein Bild der Windwehe machen möchte, kann dazu die von BUND-Mitglied Karlheinz Meier im Internet angebotenen Fotowanderungen in diesen beiden Kartierjahren aufrufen.

Abb.: Gewässerstrukturgütediagramm und Häufigkeitsverteilungen

 

Die Maßnahmenübersichten der Bezirksregierung Detmold (s. Linksammlung), auf die im Bewirtschaftungsplan verwiesen wird, enthält auch einen Steckbrief zur Windwehe. Der dort angegebene durchschnittliche Klassenwert für die Gewässerstrukturgüte wird in diesem Beitrag nicht diskutiert, da mit einem derartigen Wert die falsche Vorstellung einer Zielgröße für die Gewässerstruktur geweckt wird. Das passt nicht zum Strahlwirkungskonzept, bei dem es auf die Entwicklung und Verteilung guter Strukturen entlang des Wasserkörpers ankommt, um wegen gegebener Restriktionen schlechte Abschnitte überbrücken zu können. Dieser Mittelwert sollte generell in den Steckbriefen gelöscht werden. Eine schematische Übersicht zur Verteilung der Strukturgüteklassen entlang des Wasserkörpers, wie sie Abb. 4 zeigt, wäre wünschenswert, um sich über das Ausmaß der bestehenden Veränderungen einen schnellen Eindruck verschaffen zu können.

 

Die Angabe eines durchschnittlichen Habitatindexes im Steckbrief macht dagegen Sinn, wenn dieser Index in den Kartierabschnitten des Wasserkörpers durchgehend erhoben wurde. Das ist für die Windwehe der Fall. Der Index bildet die biologisch besonders relevanten Einzelparameter der Gewässerstruktur ab. Sein ermittelter Wert unter 4, der eine nur noch mäßige Beeinträchtigung bedeutet, spricht ebenfalls für die Einstufung als natürlicher Wasserkörper.

 

Die wasserwirtschaftliche Einstufung der Windwehe konterkariert das Naturschutzziel

Das mit der Einstufung der Windwehe als erheblich verändertes Gewässer verbundene Ziel eines guten ökologischen Potenzials ist unzureichend und passt aus den dargelegten Gründen nicht zu den Naturschutzzielen.
Wie jetzt schon mehrfach angesprochen wird im Steckbrief als HMWB-Fallgruppe die Nutzung “Landentwässerung und Hochwasser” angegeben.  Allenfalls entlang der 3 km des Oberlaufs können diese Nutzungen relevant sein. Inwieweit sich die dortige Gewässerentwicklung zu einem guten Zustand signifikant nachteilig auf die bestehenden Nutzungen auswirken soll, wird nicht belegt.

In dem sich anschließenden 8 km langen Naturschutzgebiet kann aus dem Schutzziel, ein naturnahes Bachsystem zu erhalten und zu optimieren nichts werden, wenn in dem verbindlichen Bewirtschaftungsplan 2022 – 2027 durch die dort erfolgte Einstufung des Baches ein weniger hohes Ziel als ausreichend vorgegeben wird.

Linksammlung zur Vertiefung des Themas:

Wer mehr erfahren und sich in die  nicht einfachen Dokumente der WRRL vertiefen möchte, findet Informationen auf der offiziellen Internetseite des Landes NRW zur Umsetzung der EU-WRRL https://www.flussgebiete.nrw.de/  sowie im Fachinformationssystem der Wasserwirtschaftsverwaltung www.elwasweb.nrw.de/. Die Bezirksregierung Detmold bietet Internetseiten zu den Maßnahmenübersichten nach § 74 LWG an.

 

Teich am Gut Eckendorf

Gut Eckendorf

Pansbach im Krähenholz, im Hintergrund der Hinnaksteich

 

Wir denken an unseren Freund Helmut Nitschke

 

Helmut wurde im Juli 2021 durch einen von ihm unverschuldeten Verkehrsunfall aus unserem Kreis gerissen.

 

Zur Erinnerung an Helmut haben wir in Bexterhagen eine Eberesche gepflanzt und eine Gedenktafel aufgestellt.

 

Lippe im  Winter

Fotos: Dirk Eger / 20.12.2021 / Oerlinghausen / Teutoburger Wald

 

Nahrungskonkurrenz

 

Im Schopketal (Oerlinghausen) warten ein Graureiher und ein Eisvogel auf kleine und große Fische

(Dirk Eger, 1.1.2022)

Heidrun Bode war fasziniert, als sie am Welschenweg in Oerlinghausen an Bäumen mit Totholzästen und auf morschem Holz am Boden diese schneeweißen Gebilde entdeckte:

Haareis nennt man dieses Naturphänomen, das entsteht, wenn es vorher sehr nass war und dann Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen.

 

 

 

Fotos: Petra Gehle

 

Wunderschöne Vögel: Haubentaucher und Basstölpel (auf Helgoland)

 

 

Fotos: Dennis Wolter

 

Badendes Sperber-Männchen

 

 

 

Exkursion zum Feuchtgebiet am Schäferweg und zur

Wiesenfläche Winter

 

 

Feuchtgebiet Schäferweg

Fotos: Martin Düsterberg

 

 

 

 

Wiesenfläche Winter

Fotos: Martin Düsterberg

 

 

 

 

 

Wiesenfläche Winter

Rostfarbener Dickkopffalter

Scheinbockkäfer

Großes Heupferd

Fotos: Dirk Eger

Gelege vom Tagpfauenauge

 

 

 

Ein mit viel Mühe geflochtenes Nest in einer Thuja gut versteckt.

Erst nachdem reichlicher Flugverkehr darauf aufmerksam machte, konnte es entdeckt werden.

(Fotografiert später, nachdem die Jungen ausgeflogen waren)

Welcher Gartenvogel ist es?

 

Ein sehr seltener:

 

Die Schwanzmeise

 

Fotos: Petra Gehle

 

Aronstab

 

 

 

 

Überall dort, wo in diesen Tagen Amphibien wandern, ablaichen, ist auch dieser immerzu hungrige Zeitgenosse meist nicht weit - der Grau- bzw. Fischreiher.

Er sticht blitzschnell zu, verschlingt und verzehrt neben Fröschen und Kröten auch Fische, Molche, Eidechsen und Schlangen.

 

Foto: Martin Düsterberg

Fotos: Petra Gehle

 

Gartenbaumläufer

 

 

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